Feldfrüchte

Vorpommerns Landwirte bauen weniger Raps an

Die Rapsflächen in der Uecker-Randow-Region sind um ein Viertel zurückgegangen. Woran liegt das denn?
Fred Lucius Fred Lucius
Raps, so weit das Auge reicht. Aber der Eindruck täuscht, die Landwirte in der Region haben 2019 etwa ein Viertel weniger Raps angebaut.
Raps, so weit das Auge reicht. Aber der Eindruck täuscht, die Landwirte in der Region haben 2019 etwa ein Viertel weniger Raps angebaut. Fred Lucius
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Pasewalk.

Die Landwirte in der Region haben in diesem Jahr etwa ein Viertel weniger Raps angebaut. Neben der Trockenheit nach der Aussaat im Herbst 2018 ist dafür laut Bauernverband Uecker-Randow vor allem das Beizverbot von Raps verantwortlich. „Wir werden als Rapsland gelobt. Auf der anderen Seite nimmt man den Landwirten die Möglichkeit eines effizienten Pflanzenschutzes durch Beizmittel“, sagt Geschäftsführer Sven Saeger. Die Wirkstoffe der Beize würden Keimlinge und junge Pflanzen vor Schädlingen wie den Erdfloh über mehrere Wochen schützen. Stattdessen müssten die Bauern nun mehrfach gegen die Schädlinge spritzen.

Erträge gehen zurück

„Beim Raps gibt es einen deutlichen Rückgang der Erträge. Mit unter 30 Dezitonnen je Hektar haben wir jetzt das Niveau aus DDR-Zeiten. Geerntet wurden schon 50 Dezitonnen. Das liegt auch am Beizverbot“, so Steffen Walter, Geschäftsführer der Brietziger Agrargesellschaft. Fehlende Einnahmen bei dieser Frucht hätten eine sinkende Anbaufläche zur Folge.