CORONA-KRISE

Tafeln bekommen deutlich weniger Lebensmittel

Die ersten Tafeln im Land haben geschlossen,weil das Angebot an Waren zurückgeht. Beim Arbeitslosenverband Uecker-Randow, der acht Ausgabestellen betreibt, will man trotz Einschränkungen weitermachen. Es gibt auch weniger Kunden.
Dier ersten Tafeln in Land haben geschlossen. Die Einrichtung beim Arbeitslosenverband Uecker-Randow halten das Angebot noch a
Dier ersten Tafeln in Land haben geschlossen. Die Einrichtung beim Arbeitslosenverband Uecker-Randow halten das Angebot noch aufrecht, auch wenn jetzt weniger Waren zum Verkauf angeboten werden. Claudia Marsal
Pasewalk.

Die Corona-Krise hat auch für den Arbeitslosenverband Uecker-Randow deutliche Einschnitte gebracht. „Wir haben Probleme mit den Mitarbeitern. Auch bei uns müssen Eltern ihre Kinder betreuen“, sagt Gerhard Lemke, beim Arbeitslosenverband in Pasewalk verantwortlich für die Tafeln in acht Orten der Region vom Haff bis Penkun. Zudem würden auch Kunden an den Ausgabestätten versuchen, zu hamstern. Man versuche aber, den Verkauf so zu regulieren, dass für alle etwas da sei.

Lemke zufolge spürt der Verband bereits seit Anfang Dezember, dass der Zufluss an Waren rückläufig ist. Seit der vergangenen Woche sei es in Pasewalk besonders stark. Vom Lila Bäcker in der Stadt könne man seit der vorigen Woche keine Ware mehr abholen, mittlerweile auch nicht mehr von Kaufland. „Das Warenangebot ist um etwa zwei Drittel zurückgegangen“, macht der Tafelverantwortliche deutlich.

Aber auch der Besucherstrom ist deutlich rückläufig

Auf der anderen Seite sei der Besucherstrom in etwa der gleichen Größenordnung rückläufig. Vielleicht vermuteten die Kunden, dass die Tafel in Pasewalk geschlossen ist. Dem sei aber nicht so. Möglicherweise hätten die Leute auch Angst, sich anzustecken. „Wenn so viele Kunden wie früher kommen würden, hätten wir schnell keine Waren mehr. Deshalb sind wir nicht ganz unglücklich über den Rückgang. Auf der Seite lebt die Tafel von Einnahmen“, erklärt Lemke.

Für Pasewalk werden Waren aus Neubrandenburg geholt

Der Austausch mit anderen Einrichtungen laufe nach wie vor weiter. Organisiert werde dieser vom Landesverband Tafeln in MV. Für die Pasewalker Tafel etwa werden Waren aus Neubrandenburg geholt. „Wenn nicht weitere Sperren hinzukommen oder die Ausgabe verboten wird, werden wir weitermachen“, kündigt Lemke an. Bei der Tafel in Pasewalk an der Festwiese gelte zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden unter anderem eine Einzelabfertigung. Hier seien derzeit zwei Mitarbeiterinnen tätig, eine Festangestellte sowie eine Beschäftigte über den Bundesfreiwilligendienst.

Sechs Ausgabestellen im Land sind schon geschlossen

Wie Frank Münzberger, Vorsitzender des Landesverband der Tafeln in MV, sagte, sind von den 28 Tafeln im Nordosten sechs mit ihren Ausgabestellen geschlossen. Etwa die Hälfte der Einrichtungen sei in Trägerschaft etwa des Arbeitslosenverbandes, der Arbeiterwohlfahrt oder der Diakonie. Bei der anderen Hälfte handele es sich um eigenständige Tafel-Vereine. „Wenn eine Tafel schließen muss, fallen weiter Kosten an, beispielsweise für Miete. Die Rücklagen bei den Trägern sind aber gering, so dass es schwer für diese ist, das abzufangen“, sagt Münzberger. Der Landesvorsitzende dankte den Mitarbeitern bei den Tafeln wie auch den ehrenamtlichen Helfern, die das Angebot aufrecht erhalten.

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Kommentare (2)

Da brauch sich Die Regierung nicht wundern wenn es dann Tote aufgrund von Hunger gibt. Jetzt bricht alles zusammen was nicht ordentlich ausfinanziert wird. Sondern lieber auf die Gesellschaft und deren Spenden Bereitschaft abgewälzt wird. Aber für die Großkonzern ist ja immer Geld da.

Klar doch, der Staat ist schuld. An allem und sowieso. Ach und die Großkonzerne sind ja auch noch da. Diese bösen bösen Großkonzerne wo die Menschen in dunklen Löchern schuften müssen und Husten bekommen. Mal das eigene Konsumverhalten betrachten dann muss auch niemand zur Tafel.