INSOLVENTE BÄCKEREI

Strasburger fordern: Macht unseren Lila Bäcker nicht dicht!

Die insolvente Bäckereikette wurde in jüngster Zeit viel kritisiert. In Strasburg setzen sich Bürgermeisterin und Einwohner dafür ein, dass die Filiale bleibt.
Fred Lucius Fred Lucius
Die Strasburgerin Sybille Meyer (links) und Bürgermeisterin Heike Hammermeister-Friese würden es bedauern, wenn die Lila-Bäcker-Filiale im Strasburger Rewe-Markt am Markt schließen müsste.
Die Strasburgerin Sybille Meyer (links) und Bürgermeisterin Heike Hammermeister-Friese würden es bedauern, wenn die Lila-Bäcker-Filiale im Strasburger Rewe-Markt am Markt schließen müsste. Fred Lucius
Strasburg.

Sybille Meyer kann sich in Rage reden. Erst habe Bäcker Deuse seine Filiale im Strasburger Lidl-Markt geschlossen, dann sei der Aldi dicht gemacht worden. Anschließend habe Rewe den Fleischstand in seinem Markt aufgegeben. „Und nun schließt vielleicht hier im Rewe-Markt auch noch die Lila-Bäcker-Filiale. Das finde ich nicht in Ordnung“, sagt die Strasburgerin.

Die Filiale der Bäckereikette Unser Heimatbäcker (Lila Bäcker) sei vor allem für ältere Bürger in der Innenstadt gut zu erreichen. Strasburger wie auch Menschen aus dem Umland würden die Sitzgelegenheiten in einer kleinen Cafeteria in der Nähe des Bäckerstandes schätzen, berichtet Sybille Meyer, die sich im Behindertenverband Pasewalk engagiert. In den Umbau des Rewe-Marktes sei einst viel Geld geflossen, die Backfiliale gehöre einfach dazu und müsse bleiben, fordert die 69-Jährige.

Kunden könnten Bestand einer Filiale sichern

„Rückendeckung“ bekommt Sybille Meyer von Strasburgs Bürgermeisterin Heike Hammermeister-Friese (CDU). „Die Cafeteria hier im Markt wird von vielen genutzt. Es wäre wirklich schade, wenn die Lila-Bäcker-Filiale schließen müsste und es diese Einkaufmöglichkeit mit dem Café nicht mehr geben würde“, sagt Heike Hammermeister-Friese. Bei der Bäckereikette gebe es zufriedene Mitarbeiter ebenso wie zufriedene Kunden. Es ist natürlich schade, sagt sie, dass es im Laufe der Jahre immer weniger kleine, private Bäcker gibt. Die großen Ketten würden es leichter haben, sich durchzusetzen. Aber dies liege auch an der Einkaufsmentalität der Bürger, die möglichst billig einkaufen wollen.

Heike Hammermeister-Friese hat nach eigenen Worten Kontakt zu Heimatbäcker-Geschäftsführer Stefan Blaschak aufgenommen, um sich über die Perspektive der Strasburger Filiale zu informieren. „Herr Blaschak hat nichts versprochen. Aber er will sich die Zahlen extra für Strasburg einmal genau ansehen“, sagt die Bürgermeisterin. Fakt sei aber auch, dass kein Unternehmen Filialen betreibe, die nicht wirtschaftlich arbeiten. Letztlich seien aber vor allem die Kunden gefragt, die durch ihren Einkauf den Bestand einer Filiale sichern könnten, ist Heike Hammermeister-Friese überzeugt.

Das Unternehmen Unser Heimatbäcker geht davon aus, dass die Verhandlungen mit den beiden Investoren noch im Mai abgeschlossen werden können. „Wir wissen sehr genau, dass unsere Mitarbeiter, aber auch die gesamte Öffentlichkeit zeitnah eine tragfähige Lösung von uns erwarten“, sagte Geschäftsführer Stefan Blaschak nach der jüngsten Gläubigerversammlung.

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