HERUNTERGELASSENE HOSE UND OBEN OHNE

So reagiert die Pasewalker Klinik auf den fragwürdigen Polizeieinsatz

Freier Oberkörper, heruntergelassene Hose – darf man so durch eine Klinik geführt werden? Roman F. Oppermann, Professor an der Hochschule Neubrandenburg, sagt: Nein! Auch die Klinik äußert sich erstmals zu dem Vorfall.
Bewegt noch immer die Leute: Darf die Polizei einen Beschuldigten öffentlich so vorführen?
Bewegt noch immer die Leute: Darf die Polizei einen Beschuldigten öffentlich so vorführen? ZVG
Pasewalk.

Es ist ein Thema, das noch immer nicht ausdiskutiert ist: Ein Beschuldigter wird mit freiem Oberkörper und heruntergelassener Hose, von Polizisten fixiert, durch die Pasewalker Asklepios-Klinik geführt. Ein Zeuge filmt das, Hunderte kommentieren den Nordkurier-Bericht im Internet.

Auch Prof. Dr. Roman F. Oppermann hat die Veröffentlichung verfolgt. Der Mann arbeitet an der Hochschule Neubrandenburg. Sein Fach: Krankenhaus-Betriebswirtschaftslehre. Zeitweise war Oppermann als Krankenhaus-Manager tätig. Seine Meinung zur Veröffentlichung und zu den Facebook-Kommentaren: „Gute Nachricht: Hohe Resonanz. Schlechte Nachricht: Unsäglich, was da rausgehauen wird.“ Es gehe dabei nicht um die Akzeptanz dessen, was der junge Mann polizei- und strafrechtlich getan hat, sagt Oppermann. „Es geht um die tatsächliche Behandlung durch die Polizei. Als ehemaliger Krankenhaus-Manager hätte ich exakt gewusst, was ich tun muss, nachdem ich erfahren hätte, wie die Polizei einen Patienten in ‚mein‘ Krankenhaus bringt... Ich hätte die Polizei auf dem Flur angehalten, bis bei dem Patienten die Unterhose verdeckt wäre.“

Krankenhaus: Er war nicht unser Patient

Und wie reagiert das Krankenhaus? „Auch wir haben in unserem Haus über den Vorgang intensiv diskutiert“, sagte dazu auf Nachfrage Steffi Kapell, die in der Asklepios-Klinik für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Man muss wissen, dass diese Person kein Patient des Hauses ist. Er wird bei uns weder aufgenommen noch erfasst. Der Arzt, der gerade Dienst hat, tritt auf Bitten der Polizei als Dienstleister auf, wenn er Blut abnimmt. Die Blutabnahme ist eine ärztliche Tätigkeit, deshalb ist die Polizei auf Unterstützung angewiesen. Die Umstände, wie ein Festgesetzter das Haus erreicht und verlässt, spielten eine untergeordnete Rolle. Sie sind bisweilen schlimm genug. Als Klinik machen wir das im Interesse der Strafverfolgung, denn niemand möchte, dass zum Beispiel ein betrunkener Autofahrer andere und sich gefährdet.“

Klinik kritisiert das Filmen im Haus

Vor diesem Hintergrund verurteile die Klinik auch, dass in ihrem Haus gefilmt wurde. „Das entspricht nicht unserer Hausordnung und ist darüber hinaus ein gravierender Eingriff in die Privatsphäre der Gefilmten. Wir gehen davon aus, dass niemand in einem Film festgehalten werden möchte, wenn er bei uns als Patient oder auch als Zugeführter auftaucht“, so Steffi Kapell.

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Kommentare (9)

Für das Filmen und dessen Verbot gilt die Hausordnung, ok aber für die heruntergelassene Hose dann widerrum gilt die Privatsphäre von behandelten Personen nicht, weil...ja, weil weshalb genau? Weil man nur Dienstleister für Dritte ist und die "Durchgangsware" sich kurzgesagt außerhalb eines Rechtsraumes bewegt? Hä?

Mal unabhängig von eigentlichen Hergang ist das Statement der Klinik für eine professionelle Außendarstellung zu widersprüchlich formuliert, um hilfreich zu sein. Peinliche Nummer.

Danke. Ich möchte keinen an die Wäsche. Bin aber der altmodischen Auffassung, dass wenn jemand mein Haus betritt, er gastfreundlich behandelt wird. platt gesagt. Das gilt auch für Durchreisende. Um im Bild der Pressestelle zu bleiben. Nix untergeordnet oder durchlaufend. Im Krankenhaus übt das Krankenhaus das Hausrecht aus. Wenn man es will...

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 1.
1.Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
2.Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Was gibt es mehr zu sagen?

Wo ist die Würde dieses dur 6 Beamte eingelieferten Täters?

Sie hängt ihm auf den Füßen, wo laut bild die Unterhose auch bald landet.

Ich achte sehr wohl die Polizei und auch deren Arbeit, aber sorry meine Damen und Herren der Polizei, das war einfach daneben.

Sechs Beamtinen und Beamte sind zu sehen, die sollten es nicht fertig bringen dem Täter, oder Verdächtigem besser, der wie es aussieht die Hände gefesselt hat, wenigstens die Hose hoch zu ziehen und Knopf und Reißverschluß zu schließen, alle Beamten tragen Handschuhe, erstaunlich.

Früher reichten da zwei Leute für selbst auf der Münchner Wiesn erlebt.

Die Aussage der Klinikleitung zum aufzeichnen von Videos oder Fotos, na ja bei uns im Krankenhaus ist solch eine Hausordnung nicht zu finden, nicht mal am Haupteingang, oder sie ist so klein das sie keiner sieht.

Nichts desto trotz sieht man in X Sozialen Medien Aufnahmen und Videos die vom Personal online gestellt werden, Aha, die dürfen.......

Aber ich denke mal wenn sie so eine Hausordnung haben, wird da mit sicherheit zur Zeit auch stehen, das beim betretten des Krankenhauses ein Mund- Nasenschutz zu tragen ist.

6 Beamte ohne diesen, ohne direkte bedrohung, oder in direktem körperlichem Einsatz, hätten mit sicherheit die gelegenheit gehabt diesen anzulegen.

Außerdem besitzen Sie das Hausrecht, ob dies nun einer Ihrer Patienten ist, wird, oder nur eine Dienstleistung für die Behörden wie Sie so schön sagen, spielt hier überhaupt keine Rolle.

Oder kann ich morgen ohne Mund- Nasenbedeckung durch Ihr Krankenhaus spazieren und wenn einer was zu mir sagt deswegen, mit einem fröhlichem Sorry bin nur Dienstleister antworten?

Sorry Frau Kapell, auch nur ne ziemlich schwache ausrede.

Ein Einfaches entschuldigung war ein fehler, ist Ehrlich und damit OK, wir sind alle nur Menschen.

Das selbe gilt für die Beamten und die Polizei, sorry, war ein Einsatz mit viel Stress und belastung, kommt nicht wieder vor.

Ehrlich und zeugt von Rückrad.

Es kann so einfach sein, sich dann noch entschuldigen für die wahrhaft Unwürdige behandlung bei dem Verdächtigen, zeigt wahre Größe.

Niemand ist Perfekt, zum Glück, aber man soll auch zu dem stehen was man verbockt hat.

Habe ich bis jetzt auch immer, selbst der Polizei gegenüber, diese machen auch nur ihren Job und der ist schwer genug, habe Freunde dort.

Also alle mal wieder etwas Mensch sein.

besser kann man es nicht schreiben. Und zum Thema Entschuldigungen, das ist doch das Problem der Polizei heute, selbst wenn sie Fehler macht - kein Ding - sind alles Menschen - aber selbst die Sprecherin der Polizei Kleedahn versucht in einer unerträglichen Art und Weise das Fehlverhalten wegzureden. Die Polizei kann sich eben für Fehler nicht entschuldigen, versucht sie teilweise in einer geradezu schon menschenverachtenden Weise Fehlverhalten dem Opfer zuzurechnen indem sie teilweise, gerade durch die Sprecherinnen (Neubrandenburg/Anklam) mitunter Sachverhalte umdrehen um am Ende immer als "Gewinner" dazustehen. Das ist auch der Grund warum manche Menschen einfach nur noch die Polizei als Feindbild sehen, weil sie einerseits keine Kritik einstecken kann, sondern nur groß medial austeilen will, aber zart beseidet ist, wenn ihr Kritik entgegenschlägt, da werden teilweise wüste Drohungen mit der großen großen Strafanzeige wegen zusammenphantasierten Tatbeständen, sprich Missbrauch der Strafgesetzbuches ausgesprochen, oder man missbraucht den Apparat zur Verfolgung derjenigen die Polizei kritisieren. Sicher eine Entschuldigung und gut ist und jeder sieht - Aha die Polizei machte einen Fehler, entschuldigt sich dafür - aber leider leider kommen einige Polizisten täglich zum Dienst, das sobald sie eine Uniform anhaben, keine Menschen, sondern Gottähnliche Menschen sind, die weder kritisierbar noch fehlerbehaftet sind, gestärkt wird dies durch Populistische Hetze der GdP und DPolG, erstgenannte sogar ein Hetzplakat veröffentlichte. Auch wenn ein Polizist überreagiert, mag sein, das es bei einigen Zeitgenossen auch nachvollziehbar ist, aber zu einem Fehler nicht zu stehen, sondern sich noch in einer unerträglichen Art und Weise zu rechtfertigen, vor allem diese Sprecherin in Anklam, ist das allerletzte.

Ich hoffe, der Hauptdarsteller wird sich beim Kameramann für die Glanzleistung noch entsprechend "bedanken".

Vllt. hilft das dem NK, wenn es wieder Videos von selbsternannten Volkskorrespondenten erhält. Hier hat der Volkskorrespondent Glück gehabt, dass nicht seine Personalien aufgenommen wurden und Strafanzeige erstattet, denn das Erstellen einer Aufnahme hilfloser Personen (hier der Nicht-Hosenmann) ist bereits strafbar. Zudem ging es noch eine Stufe weiter. Das Video wurde auf Verlangen und im Beisein der Polizei gelöscht und später wiederhergestellt und an die Medien weitergegeben. Journalisten hingegen sind von diesem Paragraphen ausgeschlossen und können solch Aufnahmen machen. Der NK war sich selbst unsicher und verpixelte kurzerhand alle Beteiligten im veröffentlichten Video, in der Hoffnung, halbwegs was richtig zu machen.

der Trigger war der Täter selber - was soll das Theater - verbessert das System

...Offensichtlich der Zensur zum Opfer gefallen, denn der Nordkurier ist Nachfolger der SED-Zeitung "Freie Erde".
Sitzen auch nicht nur dort noch die alten Kader? Könnte man glauben.

Meinungsfreiheit, ade

... sind nicht alle Fragen beantwortet worden und so könnte der Eindruck enstehen die Würde des Beschuldigten könnte verletzt worden sein. Ist das aber tatsächlich so? So bleibt die Frage, ob es denn überhaupt möglich war die Hose im hochgezogenen Zustand überhaupt zu sichern. Mit einem Gürtel wäre es sicher zweifelsfrei möglich, aber war ein solcher überhaupt vorhanden? Diese und andere Fragen bleiben unbeantwortet. Ob das nun am Redakteur oder der Pressesprecherin der Polizei liegt sei mal dahingestellt. Hinsichtlich des zu löschenden Videos stellt sich die Frage ob der Aufnehmende "Zeuge" nicht schon bei der Aufnahme erkennen ließ, es nicht bei einer "PRIVATAUFNAHME" zu belassen. Auch Polizeibeamte haben ein Recht auf Unverletzlichkeit der Persönlichkeit. Das Video darf so der Öffentlichkeit nicht zu Schau vorgestellt werden. Kunsturhebergesetz und Datenschutz fällt mir spontan ein. Es ist auch sehr schlecht verpixelt so dass die Handelnden, einschließlich Beschuldigter, ohne weiteres Identifiziert werden können.
Als Polizeibeamter hätte ich das Handy beschlagnahmt und als Beweismittel dem Vorgang beigeben bis in der Sache abschließend entschieden wurde.
Das gezeigte ist polizeilicher Alltag und noch harmlos zu dem was in anderen Städten so abgeht.