Deutsches Rotes Kreuz
Rettungswagen haben jetzt Plüschtiere an Bord

Notärztin und Präsidiumsmitglied des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow Birgit Siewert übergibt die ersten Plüschtiere an Steve Nentwich, Leiter der Rettungswachen Strasburg und Pasewalk.  
Notärztin und Präsidiumsmitglied des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow Birgit Siewert übergibt die ersten Plüschtiere an Steve Nentwich, Leiter der Rettungswachen Strasburg und Pasewalk.
Fred Lucius

Die Rettungswagen des DRK in der Uecker-Randow-Region sind künftig mit kleinen Seelentröstern ausgestattet. Doch wofür sind die flauschigen Freunde dabei?

Nach einem Unfall oder bei Krankheit ist der Schmerz bei kleinen Patienten oftmals groß. Das wissen die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nur zu gut. Um etwas Trost zu spenden, haben die Rettungswagen des DRK künftig kleine Plüschtiere mit an Bord. Gesponsert hat diese das Präsidium des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow.

Notärztin und Präsidiumsmitglied Birgit Siewert übergab am Donnerstag in Strasburg an den Leiter der Rettungswachen Strasburg und Pasewalk, Steve Nentwich, die ersten Plüschtiere. Auch die anderen Wachen werden damit ausgestattet. „Das gab es früher schon einmal. Das ist aber schon eine Weile her. Die Form entsprach damals nicht mehr den Bestimmungen. Deshalb wurde es beendet“, erklärt Frank Wodrich, Leiter des Rettungsdienstes beim DRK in Pasewalk.

Plüschtiere sind jetzt staubfrei

Die Plüschtiere seien jetzt staubfrei eingepackt und würden über die CE-Kennzeichnung verfügen, die bescheinigt, dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt. „Die Plüschtiere sind ein kleines Trostpflaster. Sie sollen den kleinen Patienten ein wenig die Angst nehmen. Damit haben sie auch etwas, das sie ablenkt“, sagt Notärztin Birgit Siewert. Die Plüschtiere würden an Kinder verteilt, die ansprechbar seien und zu denen die Rettungskräfte Zugang hätten.

Unfälle mit Kindern passieren nach den Worten der Notärztin meistens in Schulen, etwa beim Sportunterricht, oder im Kindergarten. Die Rettungskräfte werden auch zu erkrankten Kindern gerufen, beispielsweise bei hohem Fieber. „Wir kommen ja häufig mit zwei, drei Rettungskräften und unserer Ausrüstung. Mit so einem Plüschtier ist alles etwas entspannter“, ist Birgit Siewert sicher.

17.000 Einsätze im Jahr

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow betreibt in der Region acht rund um die Uhr besetzte Wachen und eine Tageswache in Hintersee. In diesen sind rund 90 Notärzte, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter beschäftigt. Nach Angaben von Frank Wodrich kommen die Rettungswachen im Jahr auf im Schnitt rund 17.000 Einsätze. Die Strasburger Wache, die sich noch in der Lindenstraße befindet, kommt auf durchschnittlich etwa 1500 Einsätze im Jahr. Das DRK lässt gegenwärtig in der Schönhausener Straße einen Neubau für die Rettungswachse Strasburg errichten.