GROßÜBUNG DER BUNDESWEHR

Pasewalk muss sich auf Soldaten einstellen

Mit zwei groß angelegten Übungen bereitet sich die Bundeswehr unter anderem im Raum Pasewalk auf einen Afghanistan-Einsatz vor. Sollten Bürger also Soldaten mit Maschinengewehren sehen: Bitte nicht erschrecken!
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Die Bundeswehr führt in Vorpommern immer wieder Großübungen durch, so wie hier in Jägerbrück im Dezember 2018. Im Mai finden gleich zwei Übungen hintereinander statt.
Die Bundeswehr führt in Vorpommern immer wieder Großübungen durch, so wie hier in Jägerbrück im Dezember 2018. Im Mai finden gleich zwei Übungen hintereinander statt. Carsten Korfmacher
Pasewalk.

Vorpommern wird in den ersten beiden Mai-Wochen zwei Großübungen der Bundeswehr erleben. Dabei sollen 230 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern und Georgien zum Einsatz kommen. Die Übungen dienen der Vorbereitung der Truppen für einen bevorstehenden Einsatz in Afghanistan in der zweiten Hälfte des Jahres 2019. Anwohner werden gebeten, in diesem Zeitraum in besonderem Maße Vorsicht walten zu lassen.

Die Pasewalker müssen sich vom 6. bis 10. Mai auf jede Menge Soldaten einstellen. In dieser Zeit sind rund 80 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 411 im gesamten Raum Pasewalk, Stallberg, Torgelow und Eggesin im Einsatz. Trainiert wird ausschließlich auf den jeweiligen Truppenübungsplätzen, allerdings wird es in den Morgenstunden des 7. und des 9. Mai im Stadtgebiet Pasewalk vermehrt zum Transport von Soldaten und Fahrzeugen zwischen den Übungsplätzen kommen.

Militärische Kolonnen bitte nicht überholen

Bereits zwischen dem 2. und 5. Mai findet eine Kompanieübung des zur Neubrandenburger Panzergrenadierbrigade 41 zugehörigen Bataillons 411 auf dem Truppengelände in Torgelow statt. Die Übung wird gemeinsam mit einer georgischen Kompanie durchgeführt, 150 Soldaten nehmen insgesamt daran teil. Die Georgier stellen in Afghanistan die sogenannte „Quick Reaction Force“, eine schnelle Eingreiftruppe, die zum Beispiel bei Patrouillen, dem Schutz von Konvois oder in besonderen Gefahrensituationen zum Einsatz kommen.

Bei beiden Maßnahmen wird mit Übungsmunition geschossen, daher ist im gesamten Übungszeitraum mit einer entsprechenden Geräuschkulisse zu rechnen. Auch kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen. Zum Beispiel werden Formationen von Soldaten Straßen oder offenes Gelände durchqueren. Militärische Fahrzeuge werden wahrscheinlich auch Nebenstraßen und ländliche Wege nutzen.

Außerdem kann es vermehrt zu Marschfahrten mit Militärfahrzeugen kommen. Die Bundeswehr bittet Autofahrer darum, Rücksicht auf übende Soldaten zu nehmen und geschlossene militärische Fahrzeug-Kolonnen – erkennbar durch ihre Signalflaggen – nicht zu überholen.

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