MARODE MAUERN

Parkverbot an der Pasewalker Uecker

Die Mauern an der Uecker sind mehr als 100 Jahre alt, da kann die Standfestigkeit schon mal leiden – sehr zum Verdruss der Pasewalker. Die müssen jetzt woanders parken.
Rita Nitsch Rita Nitsch
Die Stützmauern an der Pasewalker Uecker in der Speicherstraße und Am Bollwerk  sind in die Jahre marode.
Die Stützmauern an der Pasewalker Uecker in der Speicherstraße und Am Bollwerk sind in die Jahre marode. Rita Nitsch
Pasewalk.

Die Stützmauern an der Pasewalker Uecker in der Speicherstraße und Am Bollwerk sind mittlerweile so marode, dass dort nun Parkverbot und Tempo 30 gelten. Durch die fehlende Regenentwässerung in den Straßen und unsachgerecht ausgeführte Einleitungen kommt es immer wieder zu Ausspülungen und Ausbrüchen an der Mauer. Einige sind bereits sehr gut sichtbar. Die Belastung durch den Verkehr trägt ebenfalls seinen Teil dazu bei.

In regelmäßigen Bauwerksprüfungen lässt die Stadt den Zustand der Stützmauern, insbesondere Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit, prüfen. „Im letzten Prüfbericht wurde durch den Statiker ausgewiesen, dass die Standsicherheit des Bauwerks nicht bestätigt werden kann und die Verkehrssicherheit nicht gegeben ist“, sagte Helgard Nitschke, Sachbearbeiterin Straßenbau und -angelegenheiten.

Ersatzneubau kostet 1,2 Millionen Euro

Ein Parkverbot im Bereich der Mauerkrone sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung wurden empfohlen. Darauf reagierte das Rathaus sofort und beantragte beim Landkreis entsprechende Maßnahmen. Erlaubt ist nur noch eine Geschwindigkeit von 30 km/h. Die Verwaltung bittet die Kraftfahrer darum, sich zu ihrer eigenen Sicherheit an die Beschilderung und der Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.

„Ein Ersatzneubau ist kurz- beziehungsweise mittelfristig notwendig. Mehrere Fördermittelanträge wurden durch die Stadt gestellt. Bei geschätzten Baukosten von 1,2 Millionen Euro für nur eine Seite ist dies aus dem städtischen Haushalt nicht machbar”, so die Sachbearbeiterin.

Jedoch wurde der Stadt ein positiver Fördermittelbescheid in Aussicht gestellt. Sollte dieser Realität werden, ist die Umsetzung für 2020 geplant, ist aus dem Rathaus zu erfahren.

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