Bäckerei-Poker

Noch zwei Investoren im Rennen um "Lila Bäcker"

Die Verhandlungen um die Zukunft des insolventen „Lila Bäcker” ziehen sich in die Länge. Viele Mitarbeiter reagieren unterdessen bereits auf die ungewissen Zukunftsaussichten.
Jörg Spreemann Jörg Spreemann
Im Poker um den Kauf der insolventen Kette „Lila Bäcker” sind noch zwei Interessenten im Rennen.
Im Poker um den Kauf der insolventen Kette „Lila Bäcker” sind noch zwei Interessenten im Rennen. Jens Büttner
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Neubrandenburg.

Im Poker um den Kauf der insolventen Kette „Lila Bäcker” sind noch zwei Interessenten im Rennen. Damit trat der gerichtlich eingesetzte Sachwalter Rolf Rattunde Meldungen entgegen, wonach lediglich Volker Schülke als Gründer der Unser Heimatbäcker-Gruppe, die unter der Marke „Lila Bäcker” auftritt, noch als möglicher Käufer zur Verfügung steht. Darüber hinaus laufen den Angaben zufolge noch Verhandlungen mit einer Bankengruppe über den Erwerb des Unternehmens mit einstmals rund 2700 Mitarbeitern in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin.

Rattunde geht davon aus, dass auf der Gläubigerversammlung am Montag aufgrund der noch laufenden Verhandlungen noch kein Investor präsentiert werden kann. Unterdessen stellte Sanierungsgeschäftsführer Jan Markus Plathner klar, dass die Mietverträge für 76 Filialen gekündigt wurden. Davon befindet sich rund ein Drittel in Mecklenburg-Vorpommern. Der „Lila Bäcker” sei bemüht, diese Filialen bis zum Ablauf der Mietverträge offen zu halten. Allerdings könne es wegen Personalengpässen zu vorzeitigen Schließungen kommen. Nach Informationen des Nordkurier haben sich viele der betroffenen Mitarbeiter bereits neue Jobs gesucht.

„Lila Bäcker” hatte Mitte Januar Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen galt bis zur Pleite als fünftgrößte Bäckereikette Deutschlands. Derzeit kommen Banken für die laufenden Verluste aus dem Geschäftsbetrieb auf.