IMMOBILIE AM LINDENBAD

Niemand will für diese Schule in Pasewalk 295.000 Euro bezahlen

Zwei andere Immobilien werden jetzt auf einer Auktion versteigert. Die alte Pasewalker Berufsschule soll aber möglichst nur zum vollen Preis weggehen.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
Die alte Berufsschule in Pasewalk gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Aus Sicht des Kreises ist das „Filetstück“ seinen vollen Preis wert.
Die alte Berufsschule in Pasewalk gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Aus Sicht des Kreises ist das „Filetstück“ seinen vollen Preis wert. Holstein
Wird das Amtsgebäude in der Lindenstraße jetzt für das höchste Gebot veräußert?
Wird das Amtsgebäude in der Lindenstraße jetzt für das höchste Gebot veräußert? Rainer Marten
Pasewalk.

Seit Jahren hatte der Landkreis Vorpommern-Greifswald den Murchiner Kulturpalast für 77.000 Euro im Angebot. Weil sich kein Käufer fand, soll diese Immobilie nun bei einer Auktion an den Mann gebracht werden. Das Mindestgebot beläuft sich auf 10.000 Euro. Ähnlich günstig soll ein ehemaliges Flüchtlingsheim in Anklam unter den Hammer kommen.

Mit der alten Berufsschule in Pasewalk sieht es indes auch nicht besser aus. Seit gut zwei Jahren steht die Immobilie wie Sauerbier im Internet – und offenbar will sie niemand haben. 10.911 Quadratmeter Grundstück und das altersschwache Schulhaus sollen zusammen 295.000 Euro bringen.

Ist der angesetzte Preis zu hoch?

Und der Kreis bleibt hart: Während man im Landratsamt offenbar froh ist, den Kulturpalast vom Hals zu haben, lässt man in Sachen Berufsschule nicht mit sich feilschen. Die Immobilie in der Nähe des Lindenbads gilt beim Landkreis als Filetstück, allein wenn man das Grundstück heranzieht.

Hinter den Kulissen soll es schon einige Investoren gegeben haben, die das Schulhaus abreißen und dann Eigenheime auf dem Areal bauen wollten. Aber die Kosten waren wohl zu hoch. Auch die Einschätzung der Pasewalker BürgermeisterinSandra Nachtweih, dass der vom Landkreis angesetzte Preis zu hoch sei und nachverhandelt werden sollte, hat an dem Ausschreibungstext im Internet nichts geändert. Doch die Rathauschefin scheint noch nicht am Ende ihres Lateins. So gebe es Verhandlungen mit Investoren, die eventuell gar das Haus nutzen wollen, hieß es.

Und es gibt weitere offene Immobilienfragen in Pasewalk. Auch das ehemalige Amtsgebäude in der Lindenstraße wartet auf einen neuen Eigentümer. 520.000 Euro sollte das zweieinhalbgeschossige Bürogebäude laut einer auf der Internetseite Pasewalk.de veröffentlichten Ausschreibung bringen. Interessenten gab es wohl so einige, aber niemand war bisher bereit, so viel Geld für die Immobilie auf den Tisch zu legen.

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