KOMMUNALTECHNIK

Neues Technikwunder in Pasewalk erleichtert Knochenjob

Bei Starkregen muss das Wasser schnell abfließen, um etwa das Volllaufen von Kellern zu verhindern. Das klappt nur, wenn die Regeneinläufe in den Straßen frei sind. Um die Reinigung zu erleichtern, hat die Stadt Pasewalk jetzt für den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung neue Technik angeschafft. Was die alles kann!
Deutliche Arbeitserleichterung für Kanalnetz-Monteur Jörg Schoenbeck: Die Entleerung der Eimer-Einsätze von Reg
Deutliche Arbeitserleichterung für Kanalnetz-Monteur Jörg Schoenbeck: Die Entleerung der Eimer-Einsätze von Regenwassereinläufen übernimmt künftig ein Sinkkastenreiniger. Wie beim Gullydeckel muss der Eimer nur noch eingehakt werden. Fred Lucius
Pasewalk.

Jörg Schoenbeck muss künftig alleine auf Tour durch Pasewalk gehen. Bislang war der Monteur des Abwasser-Kanalnetzes mit einem Kollegen unterwegs, um Regenwassereinläufe in der Kürassierstadt zu reinigen. Per Hand wurden die Gullydeckel entfernt und die Eimer-Einsätze über die Bordwand des Fahrzeugs entleert. Keine leichte Arbeit, schließlich wiegen Einsätze, die auch zwischen 80 und 100 Zentimeter groß sein können, bis zu 30 Kilogramm.

Beim einfachen, rationellen und rückenschonenden Entleeren von Schachteimern hilft Jörg Schoenbeck künftig „Kollege Technik“, sprich: ein Sinkkastenreiniger für Regeneinläufe. „Wegen der Betriebssicherheit und der körperlich schweren Arbeit waren mit der Reinigung der Regeneinläufe bisher zwei Mitarbeiter beschäftigt. Jetzt können wir das mit einem Mitarbeiter und der Technik erledigen“, sagt Abwassermeister Andreas Ladisch vom Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Pasewalk. Immerhin um die 2000 solcher Regeneinläufe gibt es nach seinen Angaben in der Stadt. Je nach Standort und abhängig vom Verkehr, Laub- oder Sandanfall müssten diese unterschiedlich oft angefahren werden. Schwerpunkte in der Stadt seien etwa die Uecker- und Stettiner-Straße oder die Straße Am Luisenplatz.

Pasewalk ist jetzt gut ausgestattet

„Seit zwei, drei Jahren beschäftigen wir uns schon mit diesem Thema bei der Kommunaltechnik. Man muss immer abwägen zwischen einem effektiven Personal- und Technikeinsatz. Die Finanzlage der Stadt hat die Anschaffung hergegeben“, sagt Bürgermeisterin Sandra Nachtweih. Rund 60.000 Euro kosten der Iveco-Kipper und der Sinkkastenreiniger-Aufsatz. Auf die vorhandenen Fahrzeuge der Stadt hätte der Aufsatz nicht gepasst. Dieser verfügt nach Angaben von Andreas Ladisch über einen höhenverstellbaren Schwenkarm, eine Hub-Ausschütt-Vorrichtung, hydraulische Kettengehänge und einen Rütteleffekt zum Entleeren der Einsätze. Bis zu 150 Kilo schwere Regeneinläufe kann das Gerät befördern. Der bedienende Mitarbeiter muss quasi Deckel und Eimer nur noch einhaken. „Das ist schon eine deutliche Erleichterung“, sagt der Abwassermeister. Das Fahrzeug sei zudem ein Rechtslenker, aus Gründen des Arbeitsschutzes steigt der Fahrer stets auf der Gehwegseite aus. Der Kipper könne mit etwa 1,5 Tonnen beladen werden. Zudem könne der Aufsatz abgenommen und das Fahrzeug damit auch anders genutzt werden. „Nach der Anschaffung eines neuen Saugfahrzeugs vor zwei Jahren sind wir sehr gut ausgestattet. Was wir noch brauchen, ist ein Fahrzeug für die Kleingartenanlagen“, erklärt Laubisch.

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Kommentare (1)

Wir in Brandenburg nennen es Kran.
Den Deckel hebt der gute Mann scheinbar doch lieber von Hand aus, anstatt sein Technikwunder zu nutzen.