OPFER VERBLUTET

Ermittler äußern sich erstmals zu Bluttat in Pasewalk

Zwei Tage nach der Bluttat in der Pasewalker Oststadt haben sich die Ermittler nun erstmals geäußert. Demnach ist das Opfer verblutet, ein Verdächtiger sitzt bereits in U-Haft.
Der Tatort in der Pasewalker Oststadt.
Der Tatort in der Pasewalker Oststadt. Johanna Horak
Der Tatort in der Pasewalker Oststadt.
Der Tatort in der Pasewalker Oststadt. Johanna Horak
Am Tag nach der Bluttat wurden am Tatort Kerzen und Blumen abgelegt.
Am Tag nach der Bluttat wurden am Tatort Kerzen und Blumen abgelegt. Johanna Horak
Pasewalk.

Nachdem in Pasewalk ein Mann erstochen worden war, sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt, wie die Ermittlungsbehörde nun auf Anfrage bestätigte.

Bislang war unklar, was genau sich am Mittwochabend in der Robert-Koch-Straße in Pasewalks Oststadt zugetragen hat. Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich am Tag danach bedeckt. Fest stand nur, ein Mann wurde niedergestochen. Zwei Tage nach der Bluttat gibt Oberstaatsanwalt Andreas Lins, Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg, Auskunft darüber, was sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Pasewalker Oststadt abgespielt hat.

Dem Angriff ging ein Streit voraus

Er gibt an, dass mehrere Menschen an diesem Abend in dem Plattenbaugebiet zusammen waren. Man habe sich gekannt. Gegen 23 Uhr habe es einen Streit zwischen Täter und Opfer gegeben, so Lins. „Im Rahmen dieses Streits, hat der Verdächtige das Opfer niedergestochen”, sagt der Oberstaatsanwalt. Woher der Mann das Messer hatte, will Lins keine Angaben machen. Die Polizei wurde von Zeugen alarmiert.

Das Opfer, ein Deutscher um die 30 Jahre alt, sei verblutet. „Der Mann ist an mehreren Stichverletzungen gestorben. Die gerufenen Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun”, sagt Andreas Lins.

30-jähriger Täter in seiner Wohnung festgenommen

Durch Zeugenbefragungen hätten sich die Hinweise auf den Täter verdichtet, so der Oberstaatsanwalt. Er wurde wenige Stunden nach der Tat in seiner Wohnung festgenommen. Es handelt sich dabei um einen 30-jährigen Deutschen. Der Täter wurde vorläufig festgenommen und noch am Freitag einem Haftrichter in Pasewalk vorgeführt. Die Entscheidung, ob der Beschuldigte in die JVA muss, soll noch am selben Tag fallen.

Ob die Bluttat von Alkohol oder Drogen beeinflusst wurde, das werde derzeit noch geprüft, so Lins. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Tat davon begünstigt wurde”, sagt er. Auch dazu, ob der mutmaßliche Mord aus der Situation heraus stattfand oder geplant war, will sich Oberstaatsanwalt Andreas Lins nicht äußern.

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