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Eigentümerwechsel

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Lokschuppen in Pasewalk verkauft

Der halbrunde und denkmalgeschützte Lokschuppen verfügt über 22 Gleise und war ein wichtiger Teil des Bahnknotenpunktes.
Der halbrunde und denkmalgeschützte Lokschuppen verfügt über 22 Gleise und war ein wichtiger Teil des Bahnknotenpunktes.
Rainer Marten

Die Deutsche Bahn AG Immobilien hat den Lokschuppen in Pasewalk und das dazu gehörende 3,5 Hektar große Areal verkauft. Neuer Eigentümer ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich dem Thema Eisenbahnhistorie und Touristik widmet.

Der Eigentümerwechsel für das Gelände des Eisenbahnerlebniszentrums in Pasewalk zwischen dem Bahnhof und der Uecker ist perfekt: Die Deutsche Bahn AG Immobilien hat den Lokschuppen zusammen mit einer Fläche von rund 3,5 Hektar an die Eisenbahnhistorie und Touristik gGmbH verkauft. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen der 1990 gegründeten BUG Verkehrsbau AB in Berlin. Der Erwerber hat die bestehenden Mietverhältnisse übernommen; vermarktet und betrieben wird die Anlage weiterhin vom Verein Lokschuppen Pomerania e.V.

„Das Berliner Unternehmen hat uns in den vergangenen Jahren bereits mehrfach unterstützt. Wir sind deshalb recht froh darüber, dass der Verkauf in Tüten und Papier ist“, sagte Vereinsvorsitzender Jörg Görl. Der Berliner Hauptbetrieb kommt aus der Bahnbranche, er saniert Gleis- und Tiefbauanlagen, montiert und erneuert Kabelstrecken, Bahnübergängen und Bahnnebenanlagen. Das Unternehmen zählt derzeit rund 600 Mitarbeiter und hat speziell für den Erwerb die Eisenbahnhistorie und Touristik gGmbH mit Sitz in der Pasewalker Speicherstraße 14 gegründet. Der 44 Mitglieder zählende Lokschuppen-Verein verspricht sich jetzt mehr Kontinuität in der Arbeit. In der Vergangenheit war der Verein mehrfach auf Zuschüsse angewiesen.

Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Zentrums

Görl setzt darauf, dass der neue Besitzer zusammen mit der Stadt Pasewalk und dem Verein die im Auftrag der Stadt erarbeitete Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Zentrums weiterentwickelt und verwirklicht. Die Machbarkeitsstudie geht von Arbeiten in einem Wertumfang von rund acht Millionen Euro aus. Besitzer, Stadt und Verein hoffen dabei auf erhebliche Fördermittel aus Schwerin.

Pasewalk besitzt seit 1862 Bahnanschluss und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem bedeutenden Bahnknoten. Der halbrunde und denkmalgeschützte Lokschuppen verfügt über 22 Gleise und war ein wichtiger Teil des Bahnknotenpunktes. Bis 1990 war die Bahn einer der größten Arbeitgeber in der Region.