Einwohnermeldeamt

Kürzere Wege zum Auto-Abmelden

Weite Fahrten zur Zulassungsstelle nach Pasewalk oder Anklam können sich die Einwohner der meisten Ämter in Vorpommern-Greifswald nun sparen, wenn sie ein Fahrzeug abmelden oder eine Adresse ändern wollen. Dafür gibt es nun eine naheliegende Alternative.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Fast alle Einwohnermeldestellen der ländlichen Ämter in Vorpommern-Greifswald übernehmen Aufgaben der kreislichen Zulassungsbehörde. Vor Ort soll man im neuen Jahr nun auch Fahrzeuge abmelden und Adressänderungen in den Fahrzeugpapieren vornehmen lassen.
Fast alle Einwohnermeldestellen der ländlichen Ämter in Vorpommern-Greifswald übernehmen Aufgaben der kreislichen Zulassungsbehörde. Vor Ort soll man im neuen Jahr nun auch Fahrzeuge abmelden und Adressänderungen in den Fahrzeugpapieren vornehmen lassen. Marius Becker
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Pasewalk.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden jedes Jahr etwa 20.000 Fahrzeuge bei der Zulassungsstelle im Straßenverkehrsamt abgemeldet. Den Weg zur Zulassungsbehörde des Landkreises nach Pasewalk oder nach Anklam können sich viele Bürger sparen, die ein Kraftfahrzeug abmelden oder die Adresse in den Fahrzeugpapieren im neuen Jahr ändern lassen wollen.

Das hat die Pressestelle des Landkreises nun mitgeteilt. Seit einem halben Jahr werden fast alle Einwohnermeldeämter außerhalb der Städte Pasewalk und Anklam darauf vorbereitet, diese Serviceleistungen für Bürger zu übernehmen. „Wir wollen vor Ort so bürgernah wie möglich arbeiten“, sagte der Amtsvorsteher Torgelow-Ferdinandshof, Gerd Hamm. Auch die Einwohnermeldestelle des Amtes in Torgelow bietet diese Dienstleistungen nun an.

Zugang zu öffentlichen Leistungen erleichtern

Grundlage ist eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen dem Landkreis und dem jeweiligen Amt mit dem Ziel, den Zugang für Bürger und Unternehmen zu öffentlichen Leistungen im ländlichen Raum zu erleichtern beziehungsweise zu verbessern, erläuterte Anke Radloff von der Pressestelle des Landratsamtes. Gegenstand der Vereinbarungen sind demnach Adressänderungen und Außerbetriebsetzungen von Fahrzeugen. Mit Ausnahme der Ämter Landshagen und Züssow sowie der Stadt Ueckermünde haben alle Ämter im ländlichen Bereich von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Drei Ämter sammeln bereits praktische Erfahrungen: Im Amt Lubmin, in der Gemeinde Heringsdorf und im Amt Am Stettiner Haff können Einwohner diesen Service bereits in Anspruch nehmen. Alle anderen Ämter beginnen im Januar damit. Wer also im nächsten Jahr ein Fahrzeug abmelden oder eine Adressänderung in seinen Fahrzeugpapieren vornehmen lassen will, kann das in der Einwohnermeldestelle seiner Amtsverwaltung erledigen. Lediglich die Einwohner im Amt Peenetal-Loitz müssen sich noch bis Ende Januar gedulden, weil es Probleme bei der Datenanbindung durch die Telekom gibt.

Mitarbeiter wurden dafür geschult

Ansonsten sind die Voraussetzungen überall geschaffen. Die Mitarbeiter der Einwohnermeldeämter, die diese Arbeiten übernehmen, sind im zweiten Halbjahr 2018 auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet und geschult worden. Außerdem wurde den Ämtern der technische Zugriff über das Modul Bürgerbüro bereitgestellt. Die Ämter arbeiten mit einem Teilmodul aus dem Kfz-Programm der Zulassungsstelle, haben Zugriff auf den Server und die Software der Zulassungsbehörde.

Die Gebühr für eine Außerbetriebsetzung bleibt mit 7,80 Euro unverändert, eine Adressänderung kostet weiterhin 11,10 Euro. Eine Kennzeichenreservierung in Verbindung mit der Außerbetriebsetzung kostet 2,60 Euro.

„Wir werden ab Januar sehen, wie viele Einwohner davon Gebrauch machen“, sagte Gerd Hamm. Das Amt Torgelow-Ferdinandshof konnte für diesen Service keine zusätzlichen Mitarbeiter einstellen. „Aber wir gehen erst einmal davon aus, dass es funktioniert.“ Gerd Hamm plädiert dafür, dass noch weitere Aufgaben des Kreises an die Ämter abgegeben werden.