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Ferienzeit ist Renovierungszeit?

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Kaum Geld für Reparaturen in Schulen

Die Regionale Schule in Strasburg bekommt in den Sommerferien eine eigenständige Heizungsanlage. Bislang kam die Wärme aus einem Heizhaus rechts neben der Schule. 80 000 Euro lässt sich die Stadt die Investition kosten. 
Die Regionale Schule in Strasburg bekommt in den Sommerferien eine eigenständige Heizungsanlage. Bislang kam die Wärme aus einem Heizhaus rechts neben der Schule. 80 000 Euro lässt sich die Stadt die Investition kosten.
Frted Lucius

Die schulfreien Tage bieten für gewöhnlich die Möglichkeit, Fenster zu erneuern oder Klassenräume zu streichen. Doch den meisten Kommunen in der Region fehlt dafür das Geld.

Mit rund 80 000 Euro investiert die Stadt Strasburg in den Sommerferien die größte Summe unter den Schulen in der Region. Das Geld fließt nach Angaben von Bauamtsleiterin Anke Heinrichs in eine eigenständige Heizungsanlage für die Regionale Schule. Bislang kam die Wärme aus einem Heizhaus neben der Schule, geliefert vom Versorger e.distherm. „Der Vertrag ist ausgelaufen. Jetzt bekommt die Schule eine eigene Heizung“, sagt Heinrichs, die sich davon eine Kostenersparnis erhofft. 2019 solle Gleiches in der Grundschule passieren. Mehr Geld, etwa für Renovierungsarbeiten, stehe in diesem Jahr nicht zur Verfügung.

Auf eine Grundreinigung in der Regionalen Schule und in der Grundschule beschränken sich die Ausgaben in Penkun. „Wovon sollen wir mehr bezahlen? Wir haben kein Geld“, sagt Bürgermeister Bernd Netzel. Mittel für größere Renovierungen seien zwar beantragt, aber noch nicht genehmigt und auch nicht für die Ferien geplant. „Wir sind vor zwei Jahren gut bedient worden, deshalb passiert bei uns in diesem Jahr nichts“, ergänzt Silvia Markowsky, Leiterin der Penkuner Grundschule.

Fördermittel für Turnhalle beantragt

In Löcknitz hofft Bürgermeister Detlef Ebert, dass die Grundschüler zum Schuljahresbeginn in die neue Grundschule einziehen können. „Das wäre schön. Es wäre aber auch nicht schlimm, wenn das zwei, drei Wochen später erfolgt“, so Ebert. Für die Regionale Schule soll nach seinen Worten noch im Juli der Antrag auf einen Schulersatzbau gestellt werden. Der Realisierungswettbewerb dafür sei schon 2015 gelaufen. Deshalb werde in die alte Einrichtung nicht mehr investiert.

„Im Moment haben wir nichts geplant“, sagt auch Jens Anker, Leiter der Grundschule Mewegen. Ostern seien neue Türen eingebaut worden, mehr gebe der Haushalt nicht her. Für die Turnhalle seien Fördermittel beantragt worden.

In Pasewalk will Bauamtsleiter Marko Schmidt erst einmal abwarten, wofür die zugesagten rund 810 000 Euro aus dem Schulbauprogramm des Landes für die Grundschule verwendet werden können. Geplant in den Ferien seien Kleinstreparaturen und Malerarbeiten in ein, zwei Klassenräumen. In der Regionalen Schule laufe zudem der Neubau des Sportplatzes, fügt er hinzu.

 

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