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Bleiberecht in Deutschland

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Iranerin aus Strasburg stellt neuen Antrag

Sie suchen mit weiteren Familienmitgliedern aus dem Iran Schutz in Deutschland: Payam Joleini (von links), Peyman Joleini, Ghazal Abedinia und Pouria Joleini. Dass sie bleiben können, wünscht sich Strasburgs Pastor Manfred Hojczyk (Mitte).
Sie suchen mit weiteren Familienmitgliedern aus dem Iran Schutz in Deutschland: Payam Joleini (von links), Peyman Joleini, Ghazal Abedinia und Pouria Joleini. Dass sie bleiben können, wünscht sich Strasburgs Pastor Manfred Hojczyk (Mitte).
Fred Lucius

Was wird aus der iranischen Familie in Strasburg? Als die Mutter abgeschoben werden sollte, erlitt sie einen Kreislauf-Zusammenbruch und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Iranerin Fatemeh Azad wird einen Folgeantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellen, um ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zu bekommen. Ein erster Antrag war für die in Strasburg mit ihren drei Söhnen, Schwiegertöchtern und Enkeln lebende Frau abgelehnt worden. Als Polizisten sie zur Abschiebung mitnehmen wollten, erlitt sie einen Kreislaufschock. Ein Großteil der Familie ist zum Christentum konvertiert, deshalb befürchtet sie bei einer Abschiebung die Todesstrafe im Iran.

„Frau Azad ist inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden“, berichtet Strasburgs Pastor Manfred Hojczyk. Weil sie einen Folgeantrag beim BAMF gestellt habe, sei sie erst einmal sicher. Eine Abschiebung sei damit aber nicht vom Tisch. Hojczyk zufolge sei die erste Anhörung beim Bundesamt unglücklich verlaufen. Sie habe einige persönliche Dinge nicht klar angesprochen, die aber wichtig für das Verfahren seien. Bei den anderen Familienmitgliedern läuft noch das Gerichtsverfahren gegen den abgelehnten Asylantrag.

Familie soll von Strasburg nach Torgelow ziehen

Wie Christine Deutscher, Flüchtlingsbeauftragte beim Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, sagte, könne bei einer erneuten Ablehnung des Antrags von Fatemeh Azad die Härtefallkommission des Landes eingeschaltet werden. Das sei machbar, wenn alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Die Kommission könne beispielsweise über einen Anwalt angerufen werden.

Hojczyk zufolge sind Fatemeh Azad und zwei Söhne vom Landkreis aufgefordert worden, ihren Wohnsitz von Strasburg nach Torgelow zu verlegen. Der dritte Sohn könne in Strasburg bleiben, weil die Frau hier Arbeit habe. Nach Angaben aus dem Landkreis wäre der Umzug unabhängig von dem Rückführungsversuch erfolgt, da aufgrund des Rückgangs der Asylbewerberzahlen dezentrale Wohnungen wie in Strasburg gekündigt werden. „Es stehen nunmehr, anders als in der Phase hoher Zuweisungszahlen, ausreichende Kapazitäten in den Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung“, sagt Anke Radlof, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In Strasburg seien dies die letzten zwei Wohnungen gewesen, welche als Flüchtlingsunterkünfte angemietet waren und nun gekündigt wurden.

Kommentare (2)

Hier sieht man wieder deutlich,dass abgelehnte Asylbewerber mit Hilfe ihrer Unterstützer klagen und Anträge stellen,bis alle Mittel ausgeschöpft sind. Damit nicht genug,dann geht es noch vor die Härtefallkommission. Inwieweit der Übertritt zum Christentum ein taktischer Schachzug war,kann ich nicht beurteilen. Meine langjährige Berufserfahrung,mit Asylanten macht mich aber misstrauisch. Die Regierung sollte den Rechtsschutz einschränken und nur eine Instanz zulassen. Bei dem jetzigen Rechtssystem,klagt fast jeder abgelehnte Asylant mit Hilfe der Asyllobby sich Jahre durch alle Instanzen . So wird ein ablehnender Bescheint zu einer Luftnummer und keiner wird abgeschoben.

schon komisch wie hoch der Anteil der Kreislauferkrankten unter abschiebepflichtigen Asylbewerbern ist. Erst erfreuen sie sich bester Gesundheit und im nächsten Augenblick fallen sie wie faules Obst vom Baum wenn plötzlich die Polizei vor der Tür steht um sie abzuholen. Ein Schelm der böses dabei denkt:-)