Investor gefunden
Hotelgruppe will Penkuner Schloss entwickeln

Die Stadt und die Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern haben für das Penkuner Schloss einen Betreiber gefunden. Ein Hamburger Unternehmen der Hotelbranche möchte dort einsteigen und in den kommenden Jahren ein Konzept mit mehreren Standbeinen umsetzen.
Die Stadt und die Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern haben für das Penkuner Schloss einen Betreiber gefunden. Ein Hamburger Unternehmen der Hotelbranche möchte dort einsteigen und in den kommenden Jahren ein Konzept mit mehreren Standbeinen umsetzen.
Rainer Marten

Die RIMC Hotels und Resorts Gruppe mit Hauptsitz in Hamburg interessiert sich für das Schloss der Pommernherzöge in Penkun. Für die gesamte Schlossinsel soll ein Konzept mit mehreren wirtschaftlichen Standbeinen entwickelt und umgesetzt werden.

Die RIMC Hotels und Resorts Gruppe mit Hauptsitz in Hamburg will sich für das Penkuner Schloss der Pommernherzöge engagieren. Damit interessiert sich eine der führenden internationalen Hotelgesellschaften für die Liegenschaft. In den vergangenen 28 Jahren hat RIMC rund 200 Hotelprojekte im In- und Ausland realisiert. Aktuell ist die Gruppe in 28 Hotels in acht Ländern vertreten. In Ueckermünde plant das Unternehmen derzeit einen Hotelneubau.

„Die Kontakte zu dem Unternehmen hat kurz nach seiner Amtsübernahme Ulrich Vetter, Geschäftsführer der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern, hergestellt. Es folgten Besuche vor Ort und mehrere Gesprächsrunden, ob und wie der komplette Schlosskomplex entwickelt werden kann. Schließlich hat sich in der jüngsten Stadtvertretertagung das Unternehmen mit seinen Ideen für den Standort vorgestellt“, informierte am Montag Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel. Konzept und Idee seien von den Stadtvertretern gut aufgenommen worden.

Es soll ein Wellness- und Tagungskomplex entstehen

Nach derzeitigen Vorstellungen soll die Schlossanlage zu einem Wellness- und Tagungskomplex entwickelt werden. Das Schloss selbst soll dabei eine zentrale Funktion übernehmen. Im Gespräch sind darüber hinaus mindestens drei weitere wirtschaftliche Standbeine, so der Bürgermeister. In den historischen Nebengebäuden soll eine Erlebnisgastronomie etabliert werden. Dieser Bereich soll wiederum mit einer Hotel- und touristischen Ausbildung junger Menschen verbunden werden. „Es gibt die Idee, dort eine kleine touristische und Hotelfachschule zu etablieren“, so Netzel.

Ulrich Vetter: „Für die Auszubildenden kann der Standort interessant sein, weil die RIMC Hotels und Resortgruppe international verknüpft ist. Das heißt, Hotels in Spanien, Italien oder Österreich können zeitweise Ausbildungsorte sein. Das würde eine Ausbildung hier noch attraktiver machen.“ In dem Komplex soll darüber hinaus exklusives Wohnen ermöglicht werden. Schließlich besteht die Idee, dort eine Akademie zum Ablegen des „Grünen Abiturs“ zu etablieren. Das wiederum sei für Personen interessant, die sich für die Jagd interessieren und dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen.

Jetzt haben die Stadtvertreter das Wort

Damit das Gesamtkonzept aufgeht, seien mehrere Standbeine erforderlich, sagte Bernd Netzel. Diese Denkweise habe ihn persönlich überzeugt. Das Schloss und die Zuwegung dorthin soll in kommunalem Besitz bleiben. Für die weiteren Investitionen sei vorgesehen, Flächen des insgesamt 7,16 Hektar großen Schlossareals zu veräußern. Betreiber der Anlage wird, sollten die Stadtvertreter in der Tagung am 8. Mai den Ideen folgen, die RIMC Hotels und Resorts Gruppe sein.