CORONA-VIRUS

Dieser Mann fährt das rollende Corona-Labor in Vorpommern

Vor Beginn der Krise fuhr Matthias Reich Schüler zum Unterricht und wieder nach Hause. Seit Freitag wartet eine neue Herausforderung auf den 22-Jährigen: Er fährt eines der beiden mobilen Abstrichzentren für den Landkreis.
Matthias Reich fährt eines der beiden mobilen Corona-Abstrichzentren für den Landkreis Vorpommern-Greifswald.
Matthias Reich fährt eines der beiden mobilen Corona-Abstrichzentren für den Landkreis Vorpommern-Greifswald. ZVG
Pasewalk.

Für gewöhnlich sorgt Matthias Reich dafür, dass Schüler pünktlich zur Schule oder nach dem Unterricht wieder nach Hause kommen. Der gebürtige Prenzlauer arbeitet seit fünf Monaten als Busfahrer für die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (VVG) und fährt vor allem in der Region Pasewalk, Löcknitz und Torgelow. Doch durch die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen des Corona-Virus hat sich sein Berufsalltag völlig verändert.

Einsätze überall im Landkreis

Statt Schüler fährt der 22-Jährige nun eines der beiden mobilen Abstrichzentren für den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Busse mit je zwei Teams, bestehend aus medizinischem Fachpersonal, fahren jeden Tag festgelegte Standorte an. Laut Landkreis-Pressesprecher Achim Froitzheim ließen sich am ersten Tag, an dem beide Busse unterwegs waren, insgesamt 12 Personen testen. Am Freitag machte eines der beiden Mobile auch in Strasburg in der Bahnhofsstraße Halt.

Keine Angst vor Ansteckung

Auf seine neue Aufgabe, das Fahren des mobilen Abstrichzentrums, sei er gespannt, sagt Matthias Reich. Angst davor, sich anzustecken habe er aber nicht. „Unsere Verkehrsgesellschaft hat frühzeitig Schutzmaßnahmen eingeführt, deshalb fühle ich mich sicher und habe keine Angst vor einer Ansteckung.“ Auch im Pausenraum der Busfahrer werde darauf geachtet, den vorgegebenen Mindestabstand zueinander einzuhalten, zudem gebe es ausreichend Desinfektionsmittel.

Es ist einsamer geworden

Doch auch, bevor Matthias Reich seine neue Aufgabe begonnen hat, habe er Veränderungen in seinem Berufsalltag bemerkt. „Es ist sehr viel ruhiger im Bus geworden. Das ist ungewohnt, denn die Schüler fehlen und natürlich der direkte Kontakt zu den Fahrgästen, denn die steigen jetzt alle hinten ein“, erzählt er. An die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen hätten sich bislang alle Fahrgäste gehalten. „Die Menschen verhalten sich vernünftig und akzeptieren die Maßnahmen, das ist prima und erleichtert uns unsere Arbeit“, sagt der Busfahrer.

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