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Breitbandausbau

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Woldegk darf erst später per fixer Daten-Autobahn ins Netz

In der Woldegker Region geht es erst später auf die schnelle Datenautobahn (Symbolbild).
In der Woldegker Region geht es erst später auf die schnelle Datenautobahn (Symbolbild).
© animaflora - Fotolia

Wegen einer neuen Richtlinie des Bundes muss noch mal geplant werden. Das betrifft auch Regionen im Seenplatten-Landkreis

Die Vergabeverfahren für den Ausbau des schnellen Internets in bislang unterversorgten Regionen verzögern sich in einigen Projektgebieten der Mecklenburgischen Seenplatte. Ursache dafür ist eine Novelle der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“, die Anfang Juli in Kraft getreten ist. Daraus haben sich vergaberechtliche Veränderungen für vier der insgesamt 18 Projektgebiete im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ergeben, wie Landkreissprecherin Haidrun Pergande dem Nordkurier auf Nachfrage bestätigte.

Verfahren soll einfacher werden

Woldegk gehört zum Projektgebiet MSE 22_05. In der Seenplatte sind auch die Projektgebiete MSE 22_09, MSE 24_27 und MSE 26_05 betroffen, sie befinden sich allerdings nicht in der Region Mecklenburg-Strelitz. Mit der neuen Richtlinie bekommen die Kommunen, die bislang auf die nicht mehr als zeitgemäß geltende Kupfertechnologie gesetzt haben, die Möglichkeit eines Technologie-Upgrads. Sie können noch auf den Ausbau mit Glasfaser umschwenken. Zudem soll mit der Richtlinie das Verfahren deutlich vereinfacht werden, heißt es in den Mitteilungen des zuständigen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Zehn Wochen muss länger gewartet werden

Im „Breitbandbüro“ des Landkreises geht man davon aus, dass es in den Vergabeverfahren für die genannten Gebiete durch die neue Richtlinie zu Verzögerungen von voraussichtlich bis zu zehn Wochen kommen kann. Über die Verzögerung hatte der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Woldegk, Sven Reimann, in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung in dieser Woche auch die Kommunalpolitiker informiert. Reimann zeigte sich enttäuscht über die Verzögerung, da Woldegk im Verfahren eigentlich schon weit vorangekommen war. Bislang war man in der Mühlenstadt davon ausgegangen, dass im Bereich Woldegk schon in diesem Jahr 4320 Haushalte auf einer schnelleren Datenautobahn unterwegs sein können. Dazu sollten Leitungen auf 209 Kilometer Länge verlegt werden. Zum Amtsbereich Woldegk gehört ein Fördergebiet von rund 350 Quadratkilometern, das bis zur Gemeinde Lindetal unweit von Neubrandenburg reicht. www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de