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Tempo 30 auf Rollsplitt-Strecke ist nicht mehr vorgeschrieben

In früheren Jahren haben tagelange Tempo-30-Zonen auf Rollsplitt-Passagen für Ärger bei Autofahrern gesorgt. Damit ist nun Schluss.
Unter anderem stadtauswärts ab der Useriner Straße in Neustrelitz wurde Ende voriger Woche Rollsplitt gestreut und
Unter anderem stadtauswärts ab der Useriner Straße in Neustrelitz wurde Ende voriger Woche Rollsplitt gestreut und sind Autofahrer zur Vorsicht aufgerufen. Tobias Lemke
Neustrelitz.

Die Sichtweise über die Ausschilderung an Straßen, auf denen Rollsplitt gestreut wurde, hat sich verändert. Wurde an diesen Fahrbahnabschnitten in den Vorjahren eine Höchstgeschwindigkeit von 30 oder 40 Kilometern pro Stunde angeordnet – und das zumeist über mehrere Tage, so werden die Verkehrszeichen inzwischen weggelassen. Lediglich für die kurze Dauer der Instandhaltungsarbeiten, bei denen der Splitt ausgebracht wird, werde eine verringerte Geschwindigkeit vorgeschrieben, heißt es aus dem Straßenbauamt Neustrelitz.

Diese neue Verfahrensweise schilderte Tom Arenhövel, zuständiger Sachgebietsleiter vom Straßenbauamt, dem Nordkurier. Ende voriger Woche hatte sich ein Autofahrer bei der Zeitung gemeldet und von verschwundenen Tempo-30-Schildern an der B 96 zwischen Neustrelitz und Weisdin berichtet. Der Mann ging davon aus, dass die Verkehrszeichen zu Unrecht abhandengekommen waren.

Dennoch: Nicht über Rollsplitt rasen

Es habe aber alles seine Richtigkeit, erklärt Arenhövel. „Wir gehen davon aus, dass sich der mündige Autofahrer auf die Situation einstellt und sein Tempo anpasst“, sagt er. Denn weiterhin würden natürlich die bekannten Warnschilder auf den Rollsplitt hinweisen. Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung schreibt die ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme vor. Das heißt also, dass Autofahrer trotz fehlender Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einfach so über den Rollsplitt rasen sollten.

In der Vergangenheit hatte tagelanges, teils wochenlanges Tempo-30-Gebot an den Straßenabschnitten oft den Ärger der Autofahrer heraufbeschworen. Die Schwierigkeit bestand darin, dass oft nicht abzuschätzen war, wann der optimale Zeitpunkt kam, um die Schilder wieder wegzunehmen. „Wir überlassen es den Autofahrern nun selbst, ihre Geschwindigkeit entsprechend anzupassen“, sagt Arenhövel.

Rollsplitt ist in der vorigen Woche gleich auf mehreren Strelitzer Straßen ausgebracht worden. Aufpassen sollten Autofahrer nicht nur auf der B  96, sondern auch auf der Landesstraße von Neustrelitz nach Userin. Mit den Arbeiten soll die Lebensdauer der Fahrbahnen verlängert werden. Die Instandhaltungsmaßnahmen werden meist im Hochsommer ausgeführt, da sich dann der Splitt besser in den Asphalt drückt.

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Kommentare (1)

In den 90zigern Jahren wurden noch richtig Straßen gebaut, mit edlen Aufheller und Pflüsterasphalt. Diese Straßen haben locker über 8 Jahre durch gehalten. Heute wird die Straße nur noch billig mit Teer und Splitt geflickt. Das Material hält keine 2 Jahre lang durch. Die Straßen im Landkreis sehen heute aus wie ein großer Flickenteppich. An den Autos klebt der Teer, während der Splitt dem Lack und der Windschutzscheibe schöne Kratzer beschert. Zudem ist die Verkehrsbelastung nochmals gestiegen. Es wäre an der Zeit die Fahrbahnoberfläche abzufräsen und grundlegend zu erneuern, dafür fehlt aber anscheinend das Geld. Gelder werden dafür bei Leitplanken aus dem Fenster geworfen. So viele Leitplanken hatten wir noch nie an unseren Straßen gehabt. Auch an vielen Stellen wo es gar nicht nötig ist wurden Planken in den Boden gerammt. Als Autofahrerin fühle ich mich wie eingezäunt entlang der Straßen.