Canzower Freundeskreis bekommt Rückenwind aus Berlin
Straußenzüchter wird zum Schlagertexter

Schlagersänger Uwe Jensen unterstützt die Tour der Freundschaft, zu der der Freundeskreis Arusha Ende September nach Ostafrika aufbricht. Wenige Tage vor dem Tourstart gibt es ein Konzert in Woldegk, bei dem noch einmal Spenden gesammelt werden sollen.
Schlagersänger Uwe Jensen unterstützt die Tour der Freundschaft, zu der der Freundeskreis Arusha Ende September nach Ostafrika aufbricht. Wenige Tage vor dem Tourstart gibt es ein Konzert in Woldegk, bei dem noch einmal Spenden gesammelt werden sollen.
privat

Musik verbindet. Musik verbindet, das ist bekannt. Aber auch der Einsatz für andere Menschen ist ein großer gemeinsamer Nenner. Diese Erfahrung haben gerade ein Entwicklungshelfer aus Canzow und ein Sänger aus Berlin gemacht.

Wenige Wochen vor dem Start seiner ehrgeizigen „Tour der Freundschaft – Dem Flüchtlingsstrom entgegen” kommt für den Canzower Freundeskreis Arusha/Tansania Unterstützung aus Berlin. Der Schlagersänger Uwe Jensen bereitet mit Kollegen für den 23. September ein Benefizkonzert in Woldegk vor. Doch damit nicht genug. In dieser Woche produziert Jensen gemeinsam mit Schlagersängerin Uta Bresan ein „Lied für Afrika” im Studio seines Sohnes André in Berlin. Den Text für das Lied hat indessen nicht Uwe Jensen allein geschrieben. Harald Pfeiffer, von Haus aus Straußenzüchter und der Organisator der Tour sowie der Vorsitzende des Freundeskreises Arusha, hat auch Textelemente beigesteuert.

Jensen und Pfeiffer kennen sich schon länger. „Harald war in einem meiner Konzerte und hat dann im Internet ein Video zu meinem Kindermusical „Wir leben alle unter einem Stern” entdeckt. ,Wir wollen ja das Gleiche'", meldete er sich wenige Tage später bei mir”, erzählt Jensen, der nach eigenem Bekunden noch immer gut im Schlagergeschäft ist. Für sein Afrika-Projekt möchte der Sänger dem Canzower Freundeskreis jetzt gern den Rücken stärken. „Es geht um Kinder und um Gerechtigkeit. Und ich finde den Ansatz für die Tour, Migration dort zu verhindern, wo sie entsteht, gut”, verdeutlicht der Künstler, dessen Karriere vor 45 Jahren in der DDR begann.

Uwe Jensen kann sich auch eine Versteigerung zugunsten der Tour vorstellen

Für das Konzert in Woldegk werden dieser Tage Plakate gedruckt. Jensen will einiges an Werbemaschinerie in Gang setzen, um so viele Menschen wie möglich in die Mühlenstadt – Canzow ist ein Ortsteil von Woldegk – zu locken. Er sei mit anderen Sängern im Gespräch, möchte aber noch keine Namen nennen. Auf jeden Fall werde er das Lied für Afrika in Woldegk mit seiner Kollegin Uta Bresan singen. Zudem soll es am Tag des Konzertes eine Auktion geben. „Ich könnte mir vorstellen, dass Straußeneier, auf denen sich Unterschriften Prominenter befinden, versteigert werden”. Uwe Jensen möchte anschließend die am 26. September startende Tour auch in Deutschland begleiten. „Wir können hier noch viel Geld einsammeln”, meint er. An dem Projekt begeistere ihn vor allem die Tatsache, dass die Spendengelder hundertprozentig vor Ort ankämen und nicht da versickerten, wo sie eigentlich gar nicht gebraucht würden. Vor den Teilnehmern der Tour zieht er den Hut. „Es geht um eine Strecke von 11 000 Kilometern durch viele Länder”, das müsse man sich erst einmal trauen.

Die Tour der Freundschaft, die am 26. September startet, ist das bisher größte Projekt des Freundeskreises Arusha. Fünf Fahrzeuge für medizinische und Transportzwecke werden in Begleitung von Mitgliedern des Vereins direkt nach Arusha in Tansania überführt. Dafür hatte der Verein seit gut einem Jahr Spendengelder eingeworben. Rund 80 000 Euro wurden benötigt.