Winter-Prophylaxe

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Schneezäune sind da

Mit Bohrer und Hammer stellten Jens Koppe (links) und Harald Winkel von der Straßenmeisterei Neustrelitz bei Möllenbeck die Schneezäune auf. Der Winter kann kommen.  
Mit Bohrer und Hammer stellten Jens Koppe (links) und Harald Winkel von der Straßenmeisterei Neustrelitz bei Möllenbeck die Schneezäune auf. Der Winter kann kommen.
Alexander Block

Auf den Feldern rund um Neustrelitz werden jetzt die Schutzvorrichtungen aufgebaut. Sie übernehmen die Funktion von Hecken.

Geht es nach dem Straßenbauamt Neustrelitz, kann der Winter kommen. Die Räumfahrzeuge stehen seit Wochen bereit, das Salzlager ist aufgefüllt, und jetzt werden auch die Schneezäune aufgestellt.

In dieser Woche errichteten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Fangzäune an der Bundesstraße 198 bei Möllenbeck. Weitere folgen zwischen Stolpe und Woldegk, zwischen Neustrelitz und Mirow, zwischen Möllenbeck und Feldberg und zwischen Hohenzieritz und Blankensee. Insgesamt werden im Umland von Neustrelitz Schneezäune auf einer Länge von rund einem Kilometer installiert, teilte Jens Krage vom Straßenbauamt Neustrelitz mit.

50 Zentimeter tiefe Löcher in den Ackerboden

„Wir stellen die Zäune dort auf, wo die Bergkuppen der Äcker höher sind als die Straße“, erklärte Harald Winkel von der Straßenmeisterei. Die Möglichkeit, Hecken als natürliche Schneefänge zu pflanzen, kommt laut Jens Krage nur an wenigen Stellen in Betracht, weil die meisten Felder sich in Besitz von Landwirten befinden, denen die Flächen abgekauft werden müssten. Also bohren Harald Winkel und seine Kollegen Jahr für Jahr 50 Zentimeter tiefe Löcher in den Ackerboden. Dort kommen die Pfähle hinein, an denen die Zäune befestigt werden. „Wir müssen so tief bohren, damit die Zäune auch einem Sturm standhalten“, sagt Harald Winkel.

Dass es in den vergangenen Jahren wenig geschneit hat, ist für das Straßenbauamt kein Grund, auf Schneezäune zu verzichten. „Auch wenn wir nicht mehr diese kontinuierlichen Wetterereignisse haben, besteht trotzdem das Risiko, dass es an wenigen Tagen zu Schneemassen kommt“, sagt Jens Krage.