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Mopedfahrer muss am Dienstag vor Gericht

Ein Mopedfahrer, der im September 2018 in Neubrandenburg einen Radfahrer von der Straße getreten haben soll, muss am Dienstag vor Gericht.
Die Sponholzer Straße hat einen Radweg, den der Radfahrer allerdings nicht benutzte, sondern die Straße. Das hat e
Die Sponholzer Straße hat einen Radweg, den der Radfahrer allerdings nicht benutzte, sondern die Straße. Das hat einen Mopedfahrer offenbar so geärgert, dass er handgreiflich geworden sein soll. Tobias Holtz/Archiv
Neubrandenburg.

Am Dienstag muss sich ein Mopedfahrer für seine rabiate Attacke auf einen Radfahrer vor dem Amtsgericht Neubrandenburg verantworten. Im September 2018 soll der 32-jährige Fahrer einer „Schwalbe“ einen Rennradfahrer in der Ihlenfelder Straße, aus Richtung Neverin kommend, so getreten haben, sodass dieser sich überschlug und schwer stürzte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann gefährliche Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor.

Aussage verweigert

Das Motiv soll Ärger darüber gewesen sein, dass der damals 40-jährige Freizeitsportler aus Rowa auf der Straße und nicht auf dem ausgewiesenen Radweg fuhr. Der Rennradfahrer hatte dann gar eine 1000-Euro-Belohnung für den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung des Täters ausgelobt. Die Polizei kam dem Beschuldigten unter anderem durch eine exakte Beschreibung auf die Spur: So war der Mann mit einem Kult-Moped Typ „Schwalbe“ gefahren und hatte einen alten passenden DDR-Schutzhelm getragen.

Im Verlauf der Ermittlungen seien zudem die Personalausweiskopien der infrage kommenden Männer vom Einwohnermeldeamt eingeholt worden, um die darauf befindlichen Lichtbilder dem Opfer und den Zeugen zur Identifizierung des mutmaßlichen Täters vorzulegen. „Bei der Wahllichtbildvorlage werden den Zeugen eine Reihe von Vergleichspersonen gezeigt, die sich in ihrem Alter und im äußeren Erscheinungsbild ähneln“, erklärte damals eine Sprecherin.

Da bei dieser Gegenüberstellung alle befragten Personen denselben Mann wiedererkannten, konnte der Mopedfahrer überführt werden, der jedoch die Aussage verweigerte.

Die Polizei hatte jedoch auch darauf verwiesen, dass Radfahrer in Regionen, wo Radwege ausgeschildert sind, diese auch nutzen müssten. Das berechtige aber niemanden zu solchen Straftaten, hieß es.

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