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Tourismus

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Hochkaräter sollen Lust auf die Seenplatte machen

Kulturhistorisch bedeutsame Bauten aus der Strelitzer Region wie das Mirower Schloss sollen bekannter gemacht werden. 
Kulturhistorisch bedeutsame Bauten aus der Strelitzer Region wie das Mirower Schloss sollen bekannter gemacht werden.
Touristinfo Mirow

Der Seenplatten-Tourismusverband startet eine Kampagne, um besondere Bauten bekannter zu machen. Mit im Boot ist die Euroregion Pomerania.

Nicht nur die mecklenburgische Landschaft mit ihren tausend Seen und zahlreichen Wäldern soll Gäste aus aller Welt anziehen, sondern nun dürfen auch verstärkt herausragende Gebäude wie Schlösser, Gutshäuser, Kirchen, aber auch ehemalige Landwirtschaftsgebäude wie Speicher und Mühlen ganz groß herauskommen. Dazu startet der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte im kommenden Jahr eine neue Werbe-Kampagne.

Verstärkt will der Verband in Flyern, im Internet und auf Messen auf die zahlreichen Domizile der Region hinweisen, um noch mehr Zugkraft in das touristische Angebot zu bringen. Aushängeschilder sollen zum Beispiel das Schloss Mirow und das Kulturquartier in Neustrelitz werden. „Wir wollen das Bewusstsein für die regionale Baukultur stärken“, erklärt Christin Drühl, Pressesprecherin des Tourismusverbandes am Donnerstag bei einer Tagung in Neustrelitz.

Vorbilder in Österreich und Norwegen gefunden

„Wir wollen Gebäude präsentieren, die früher einmal zum Beispiel eine Mühle, oder ein Kornspeicher waren und heute als Restaurant oder Hotel genutzt werden“, so Drühl. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel der ehemalige Kornspeicher am Stadthafen in Neustrelitz, der mittlerweile in ein Hotel umgebaut wurde. „Wir versprechen uns von der Kampagne, dass die vielfältige Baukultur die Reiseentscheidung positiv beeinflussen und sehen sie als Ergänzung zu unserem Hauptmotiv, der Natur“, sagt Drühl. Zudem sollen auch mehr Gäste in der Nebensaison die Mecklenburgische Seenplatte besuchen.

Hintergrund der Kampagne ist ein Forschungsprojekt des Bundes. In sieben Modellregionen in ganz Deutschland, zu der auch die Seenplatte gehört, soll erforscht werden, wie sich die regional bedeutungsvollen Orte noch besser mit dem Tourismus verbinden lassen.

Als Vorbild dienen europäische Regionen, in denen schon offensiv mit Architektur geworben wird. Zum Beispiel im österreichischen Vorarlberg, in Südtirol und Norwegen. „In der Seenplatte gibt es ein Süd-Nord-Gefälle, was die Touristenströme angeht“, sagt Architekt Lutz Braun aus Neubrandenburg. „Deshalb wollen wir zum Beispiel auch verstärkt auf besondere Bauten in Neubrandenburg, wie die Konzertkirche hinweisen.“

Kulturquartier als Austausch-Zentrum

Bis Mai wollen Arbeitsgruppen mit Teilnehmern aus dem Tourismus, der Handelskammer, dem Landkreis und weiteren Partnern erarbeiten, wie sich regionales Bauen und das Gastgewerbe besser miteinander vernetzen lassen. Das Neustrelitzer Kulturquartier soll dazu als Standort für den Austausch dienen. Sei es doch ein Vorbild dafür, wie historische Gebäude erhalten werden können und nun für Besucher offen stehen. Das Kulturquartier war ursprünglich ein Postgebäude und ist nun Museum und Tagungszentrum.

Am Donnerstag fand dort auch das Treffen mit der deutsch-polnischen Gemeinschaft Pomerania statt. Polnische Touristiker und Kommunalpolitiker tauschten mit deutschen Vertretern ihre Erfahrungen aus und knüpften Kontakte, um die Seenplatte auch im Nachbarland bekannter zu machen.