Streckenausbau

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Grüne kritisieren Bahn-Pläne für die Seenplatte

Die Strecke von Stralsund nach Berlin über Neubrandenburg und Neustrelitz soll nach Plänen des Bundes nicht ausgebaut werden (Symbolbild).
Die Strecke von Stralsund nach Berlin über Neubrandenburg und Neustrelitz soll nach Plänen des Bundes nicht ausgebaut werden (Symbolbild).
Thorsten Katz

Die Grünen setzen sich dafür ein, dass Neubrandenburg und Neustrelitz beim Streckenausbau der Bahn nicht den Anschluss verpassen. Denn nach aktuellen Plänen der Bundesregierung würden die beiden Städte vollends abgekoppelt werden.

Der Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte von Bündnis 90/Die Grünen sieht die Entscheidung der Bundesregierung, die Bahnstrecke Berlin – Neubrandenburg – Stralsund nicht auszubauen, äußerst kritisch und mit wenig Sachverstand bewertet.

Fernverkehr in Neubrandenburg

„Während die Bahnstrecken Schwerin – Lübeck und Berlin – Stralsund über Pasewalk durch den Bund in Zukunft für kürzere Reisezeiten einen Ausbau erhalten, soll das Oberzentrum Neubrandenburg und damit auch Neustrelitz von attraktiven Bahnangeboten abgekoppelt bleiben und die Fahrgäste sich hier weiterhin mit Fahrzeiten im Schneckentempo begnügen“, kritisiert Jutta Wegner, Sprecherin des Kreisverbandes. „Hier muss sich dringend die Landesregierung einbringen, um endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2014 umgesetzt werden kann und auch Neubrandenburg ein Fernverkehrsangebot erhält.“

Die Fahrzeiten zwischen Neustrelitz und Stralsund über Neubrandenburg seien besonders für Berufsschüler, Berufspendler und Dienstreisende alles andere als einladend. Bündnis 90/Die Grünen fordere daher die Landesregierung auf, sich beim Bund für eine Korrektur einzusetzen beziehungsweise dass das Land nun selbst den nötigen Ausbau anschiebt.

Kommentare (2)

In einer schönen, attraktiven, natürlichen Umgebung sind Gleise und Züge sowieso Augengraus. Und wenn eine Bahn, dann im gemütlichen Schritttempo durch unsere Heimat. Wenn noch diese unsäglichen "Windparks" verschwinden ist die Idylle fast perfekt.

Witzig wenn die Deutsche Bahn dann jedoch dafür ist einen Zug mit dem NamensZUG "Burg Stargard" zu versehen und den Steuerzahler dafür zahlen zu lassen. Geben sich als weltoffen und suggerieren ein großes ICE Netz. Von Fernverkehr auf der Relation Berlin-Neustrelitz-Stralsund jedoch auf lange Sicht keine Spur. Bis Berlin ICE, dann rein in den oft überfüllten Regionalzug.