EINSATZ MIT VIEL HERZBLUT

Feldberger Tafel lässt sich von Corona nicht bremsen

In Feldberg funktioniert die Lebensmittelausgabe trotz Corona-Krise weiter. Die Tafelhelfer haben dafür auch viel Unterstützung erfahren.
Im Pfarrhaus der evangelischen-lutherischen Kirche werden auch am Mittwoch durch die Ehrenamtler der Feldberger Tafel wieder L
Im Pfarrhaus der evangelischen-lutherischen Kirche werden auch am Mittwoch durch die Ehrenamtler der Feldberger Tafel wieder Lebensmittel ausgegeben. Marlies Steffen
Feldberg.

Auch in Zeiten des Coronavirus ist auf die Feldberger Tafel Verlass. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Tafel“ haben ohne Unterbrechung die Versorgung Bedürftiger garantiert, wie Ingrid Becker, die zu den guten Tafelgeistern gehört, deutlich macht. Die Ehrenamtler organisieren weiter die Anfuhr von Lebensmitteln mit privatem Pkw, die Sortierung, die Entsorgung von Verpackungsmaterial und Abfällen zuverlässig. Eine besondere Anlaufstelle ist die Neubrandenburger Tafel. In Feldberg halte die Bäckerei Scherff jede Woche Backwaren bereit; aber auch Edeka, Lidl und Aldi würden Waren abgeben.

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Die Tafelmitarbeiter seien in der Zeit unter eingeschränkten Bedingungen und bei strikter Einhaltung der Hygienevorschriften mit großem Einsatz und viel Herzblut dabei. Sogar der Mundschutz wurde provisorisch hergestellt, so Ingrid Becker. Auch wenn das „Tafelcafé“ geschlossen sei, erfolge die Ausgabe meist hochwertiger Nahrungsmittel in ausreichendem, bisweilen reichlichem Maße an die Nutzer, die verständnisvoll und diszipliniert reagierten und sich auch bedanken würden.

„Starke Solidarität ist ermutigend”

Die „Tafel“ danke im Gegenzug aber auch allen solidarischen Unterstützern. So haben der Kulturverein und das Unternehmen „Zone einz“ Hilfe angeboten, eine Feldbergerin brachte eine Geldspende, Ostergrüße lagen vor der Tür, die Kräuterfee übergab einen großen Beutel mit verschiedenen Bio–Teesorten, die Luzinapotheke stellte dringend benötigte Handschuhe zur Verfügung und Schutzmasken wurden angefertigt. „Wenn Menschen sich um ihre Mitbürger sorgen, so ist das ermutigend und lobenswert und verstärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit gerade in schwierigen Zeiten“, resümiert Ingrid Becker.

Die Feldberger Tafel versorgt eigenen Angaben zufolge wöchentlich um die 150 Personen. Lebensmittelausgabe ist immer mittwochs von 13 bis 14 Uhr in einem speziellen Raum im Pfarrhaus an der Prenzlauer Straße.

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