TOURISMUS IN FELDBERG

Der Fährmann vom Luzin legt wieder ab

Seit 1907 gibt es die Fährverbindung zwischen Hullerbusch und Feldberg. Die 200 Meter lange Passage ist ab Karfreitag wieder eine Reise wert.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Fährmann Thomas Voigtländer startet Karfreitag in die Saison. Am Mittwoch durften Uta und Jens Schließmann schon mal mit dem Fährmann eine Proberunde drehen.
Fährmann Thomas Voigtländer startet Karfreitag in die Saison. Am Mittwoch durften Uta und Jens Schließmann schon mal mit dem Fährmann eine Proberunde drehen. Marlies Steffen
2
SMS
Feldberg.

Leinen los für „Holöver“: Ab Karfreitag ist die Luzinfähre wieder zwischen Feldberg und Hullerbusch unterwegs. Fährmann Thomas Voigtländer wird in der Zeit von 11 bis 17 Uhr seine Passagiere befördern. Die überdachte und elektromotorbetriebene Fähre mit dem Namen „Holöver“ ist bereits am Ufer vertäut. Noch nicht im Wasser liegt dagegen das seilbetriebene Fährboot Anna Lena, das der 200 Meter langen Passage über den Schmalen Luzin zu überregionaler Bekanntheit verhalf. Es ist eines der letzten handbetriebenen Fährboote in Europa.

Bereits seit dem Jahr 1907 gibt es zwischen dem Hullerbusch und Feldberg eine Fähre. Der Hauch von Gemütlichkeit und Nostalgie stellt sich aber ebenfalls in dem motorbetriebenen Boot ein. Die Erfindung der Langsamkeit könnte also auch vom Schmalen Luzin stammen.

Traditionell zu Ostern geht es immer los

Fährmann Thomas Voigtländer startet traditionell zu Ostern in die Saison. In diesem Jahr profitiert er vom späten Termin für das lange Osterwochenende. Vergangenes Jahr fiel das Fest auf Anfang April, es hatte geschneit, da verirrten sich kaum Passagiere an den traumhaft schön gelegenen Fähranleger. In diesem Jahr zeigt sich dagegen das Laub der Bäume am Luzinufer bereits in einer zarten hellgrünen Färbung. Alles riecht nach Aufbruch. Diesen Moment wollen auch Uta und Jens Schließmann nicht verpassen. Sie sind mit ihrem Wohnwagen auf „Jungfernfahrt“ und zum zweiten Mal in Feldberg. „Wir suchen uns ganz gezielt solche Ecken, die noch ruhig und unberührt sind“, sagt Uta Schließmann.

Die sauberen Seen, die schönen Campingplätze und die Urlaubszeit außerhalb der großen Touristenströme sind für die beiden Randberliner ein Garant für unvergessliche Tage. Schließmanns durften am Mittwoch auch schon mal auf Voigtländers Fähre und sogar eine Proberunde über das Gewässer drehen. Und ein paar Geschichten lauschen, die der Fährmann gern zum Besten gibt und die auch zu so einer idyllischen Überfahrt dazugehören.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet