Wochenend-Tipps

Das hat der Museumstag im Strelitzer Land zu bieten

Am Sonntag öffnen wieder viele museale Einrichtungen ihre Pforten und bieten besondere Aktionen an. Dabei kann sogar etwas ersteigert werden.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Henning Ihlenfeldt zeigt zwei der Objekte, die am Sonntag in Fürstenwerder zum Museumstag versteigert werden.
Henning Ihlenfeldt zeigt zwei der Objekte, die am Sonntag in Fürstenwerder zum Museumstag versteigert werden. Bernhardt Rengert
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Carwitz.

Zum Internationalen Museumstag an diesem Sonntag ist in der Region einiges los. Unter anderem gibt es Angebote in der Luisengedenkstätte Hohenzieritz, im Fallada-Museum in Carwitz und im Heimatmuseum Fürstenwerder. Die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz lädt am Sonntag zu öffentlichen Führungen ein. Um 11 Uhr gibt es eine Sonderführung zur Beziehung des Bildhauers Christian Daniel Rauch zur Königin Luise. Um 14 Uhr findet eine fachkundige Führung durch einen der bedeutendsten und schönsten englischen Landschaftsgärten Mecklenburg-Vorpommerns statt. Dabei wird auch darüber berichtet, welche Denkmäler einst im Park gestanden haben. Der Eintritt zu den Führungen sowie in die Gedenkstätte ist den ganzen Tag frei.

Symbolischer Eintrittspreis im Fallada-Museum

Das Carwitzer Fallada-Museum wird an diesem Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein und seine Gäste für den symbolischen Eintrittspreis von nur einem Euro pro Person begrüßen, so Museumsleiter Dr. Stefan Knüppel. Um 11 Uhr und um 15 Uhr lädt er zu einstündigen Führungen durch das Haus und den Garten ein, für die keine weiteren Gebühren anfallen. Zudem wird das Arte-Doku-Dramas „Hans Fallada – Im Rausch des Schreibens“, das auch im Fallada-Museum gedreht wurde, gezeigt. Die Filmvorstellungen finden außer um 11 Uhr und um 15 Uhr stündlich statt.

Die Besucher des Heimatmuseums Fürstenwerder erwartet an diesem 19. Mai wieder die beliebte „Kunst & Kuriosa“-Auktion. Von 13 bis 17 Uhr öffnet das ehrenamtlich von Mitgliedern der Ortsgruppe des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau geführte Museum seine Pforten. Gegen 15  Uhr wird es zum ersten Mal „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten!“ von der Bühne im Innenhof schallen und der Auktionshammer niedersausen. Nicht weniger als 41  Positionen weist die diesjährige Auktionsliste auf. Da muss der Auktionator zügig voranschreiten. Nicht nur wer mitbieten will, sollte also rechtzeitig erscheinen.

Da kommt auch Kurioses unter den Hammer

Die Museumsfreunde um Henning Ihlenfeldt konnten auch für die inzwischen 16.   Auflage der bereits 2004 von dem Journalisten Oliver Spitza ins Leben gerufenen Versteigerung wieder manch Originelles zusammentragen. Von Anbeginn an war „Kunst & Kuriosa“ in Fürstenwerder vor allem auch ein echter Spaß fürs Publikum. Das hat sich herumgesprochen. „Jetzt gibt es schon etliche, die fast jedes Mal dabei sind“, freut sich Henning Ihlenfeldt. „Früher mussten wir vor allem selber suchen, jetzt bekommen wir immer mehr auch ganz gezielte Schenkungen zur Auktion.“

Der Erlös kommt Projekten der Ortsgruppe des Geschichtsvereins zugute, fließt in den Erhalt des Museums und der zahlreichen Exponate, oder wird – so wie in diesem Jahr – bei der Neugestaltung und Pflege des Ehrenhains für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges helfen. Fürstenwerder, das in diesem Jahr auch das 700.  Ortsjubiläum feiert, steht das gut zu Gesicht.

Gern gewährt Ihlenfeldt einen Blick auf die sich in den Magazinräumen des Museums für die Auktion stapelnden „Kuriosa“ und gerät dabei selbst schnell ins Schwärmen. „Wer schon immer mal die Beatles bei sich auftreten lassen wollte, am Sonntag hat er die Chance dazu“, sagt Ihlenfeldt und zeigt auf die vier lebensgroßen Liverpooler „Yellow Submarine“-Interpreten. Sie standen einst im Fundus der Uckermärkischen Bühnen für die dortigen Fan-Treffen, aber machen sich jetzt sicher auch als originelle Kleiderständer ganz gut.

Auch Mode ist dabei

An Mode dafür mangelt es in diesem Jahr nicht. Eine Kleiderschenkung aus Warbende brachte eine ganze Dirndlsammlung – laut Ihlenfeldt „mehr so was für schlanke Frauen“ – und jede Menge modische Extras bis hin zu einer ganzen Hutsammlung. Wer es sportlicher mag, kann ein fast neues 28er Herrenrad mit Zehn-Gangschaltung ersteigern. Und das ist längst ist nicht alles.