INS SCHWÄRMEN GERATEN

Bienen sind neu im Tiergarten Neustrelitz und schon abgehauen

Im Tiergarten Neustrelitz greift man auf eine vergessene Tradition zurück: die Imkerei. Sie soll wieder belebt werden.
Im Neustrelitzer Tiergarten sind nun auch Bienen zu Hause. Philipp Wunneberg und Lena Zegenhagen kümmern sich um die Inse
Im Neustrelitzer Tiergarten sind nun auch Bienen zu Hause. Philipp Wunneberg und Lena Zegenhagen kümmern sich um die Insekten. Tiergarten
Neustrelitz.

Im Tiergarten Neustrelitz werden künftig auch Bienenvölker in einer artgerechten Haltung für die Besucher zu sehen sein. Damit greife man eine alte Tradition wieder auf, wie die Stadtwerke als Betreiber der Einrichtung mitteilen. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich der damalige Wildmeister des Tiergartens als Imker betätigt, belegen historische Quellen. Insofern sind die aktuellen Bienen-Planungen ein weiterer Beitrag zum 300. Jubiläums des Neustrelitzer Tiergartens im kommenden Jahr. Philipp Wunneburg hat dafür den Hut auf.

Der Techniker ist froh, beim Neustrelitzer Imkerverein Hilfe und Unterstützung zu finden. Denn das Imkerhandwerk ist eine große Herausforderung. Die erfahrenen Bienenzüchter geben ihr umfangreiches Fachwissen gern weiter. „Schon die Vorbereitung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch“, sagt Philipp Wunneberg. Oberhalb des Ziegengeheges entstehen ein Bienen-Unterstand und eine Erlebnisstation mit vielen Informationen zu den Nutzinsekten. Beides wird durch den Landesverband der Imker M-V gefördert.

„Natürliche Art der Vermehrung”

Nun ist dem Tiergarten ein Bienenvolk abhandengekommen. „Die natürliche Art der Vermehrung der Bienenvölker ist das Schwärmen“, sagt Philipp Wunneberg. Üblicherweise ziehe die alte Königin mit einem großen Teil der Immen von Mai bis Juli los, um eine neue Unterkunft zu finden. „Dabei hängt sich der Schwarm gern an Äste und Mauervorsprünge. Genau das hat die Tiergarten-Bienenkönigin am letzten Wochenende an einem hohen Baum im Tiergarten getan, leider unerreichbar für die Tierpfleger“, berichtet der Neu-Imker.

Aber die Natur habe es so angelegt, dass zurückgebliebene junge Bienen mit der gerade geschlüpften Königin ein neues Bienenvolk gründen. Die Kunst des Imkerns besteht darin, rechtzeitig so einen Ableger zu bilden. Nun schwärmt das alte Volk herum. Wenn jemand zufällig auf einen Schwarm stößt, kann er gern den Tiergarten unter Telefon 03981 204490 anrufen. Dort bekommt das Bienenvolk ein neues Zuhause.

Der neue Unterstand im Tiergarten hier kann bis zu zehn Bienenvölker aufnehmen. „Die Gefahr, von Schwarmbienen gestochen zu werden, ist sehr gering, da sie weder Brut noch Vorräte verteidigen müssen.

Wie alle anderen Tiere wird auch die Biene als Patentier zu haben sein. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Tiergartens.

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