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Beirat zum Schlossberg kommt später

Neustrelitzer Schloss-Fans brauchen etwas länger, um sich zu formieren. Die einen vertagen ihr Treffen, die anderen zögern noch, ihre Idee umzusetzen.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Die Neustrelitzer Schlossberg-Debatte geht weiter. Die einen wollen einen Beirat gründen, die anderen vielleicht einen Verein. Es bleibt spannend.  
Die Neustrelitzer Schlossberg-Debatte geht weiter. Die einen wollen einen Beirat gründen, die anderen vielleicht einen Verein. Es bleibt spannend. Tobias Lemke/Archiv
Neustrelitz.

Der Schlossberg-Beirat wurde vorerst nicht auf den Weg gebracht. Stattdessen wurde die für vergangenen Mittwoch angesetzte Besprechung zum Beirat auf den 27. Februar verschoben. „Der Bürgermeister und mehrere Stadtvertreter konnten kurzfristig an dem Termin nicht teilnehmen. Die Intention der Beiratsgründung ist aber, alle Akteure einzubeziehen und deshalb soll sie gut vorbereitet werden“, erklärte CDU-Stadtvertreter Ernst-August von der Wense.

Bei dem Beirat solle es sich um eine beratende und vorbereitende Gruppe handeln. Behörden, Vereine und sonstige Interessierte könnten im Beirat mitwirken. „Wir dürfen nicht vergessen, dass vieles, was wir auf dem Schlossberg veranstalten wollen, Landes- und Bundespolitik berühren kann, in jedem Fall aber den Landkreis als Untere Bauaufsichtsbehörde, Untere Denkmalschutzbehörde und Untere Umweltbehörde betrifft“, sagt Ernst-August von der Wense. Auch die Stiftung Mecklenburg, der Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz und der Residenzschlossverein sollen eingeladen werden.

Treffen Ende Februar

Bei dem Treffen Ende Februar solle ein Beschlussvorschlag zur Gründung eines Beirats erarbeitet werden, über den die Stadtvertreter in ihrer nächsten Sitzung abstimmen. Dabei werde auch über die Rechte und Funktionen – die Geschäftsordnung, Berichtspflicht, Anhörungsrechte und ähnliches – Klarheit geschaffen.

Der Beirat sei die beste Möglichkeit, „die verschiedenen Vereine und Protagonisten unter einen Hut“ zu bekommen, sagt Ernst-August von der Wense. Als Alternative wurde über einen Sonderausschuss nachgedacht. „Da wären wir Stadtvertreter aber wieder nur unter uns gewesen.“ Auch ein Verein ist nach Ansicht des Stadtvertreters nicht das geeignete Mittel. „Ein Verein ist in keiner Weise der Stadtvertretung verpflichtet und auch nicht in einer rechtlich vorteilhafteren Position.“

Heftige Kritik aus den Reihen der CDU

Ernst-August von der Wense betont, dass der Beirat ausschließlich beratendes Gremium sein werde. Alle Entscheidungen treffe weiterhin die Stadtvertretung. Wer sich für den Schlossberg-Beirat interessiert, ist bei dem öffentlichen Treffen am Mittwoch, dem 27. Februar, herzlich willkommen. Es findet voraussichtlich um 17 Uhr im Rathaus statt.

Parallel gibt es weiter Überlegungen, einen Turmverein zu gründen, der sich um den Bau des Turms kümmert. FDP-Stadtvertreter Bernd Werdermann und SPD-Stadtvertreter Michael Körner hatten das Vorhaben Ende Januar angekündigt und Interessierte herzlich eingeladen. Unter anderem aus den Reihen der CDU hatte es heftige Kritik an der Idee gegeben. Stadtpräsident Christoph Poland (CDU) hatte daraufhin die Gründung des Beirats angeschoben. Ob der Turmverein trotz des Gegenwinds wie geplant am Mittwoch, dem 13. Februar, um 17 Uhr in der Alten Hafenwaage am Stadthafen 15 gegründet wird, bestätigte Bernd Werdermann am Freitag auf Nordkurier-Nachfrage nicht. Die Gründungsmitglieder wollen sich am Montagabend zu einer Beratung treffen und am Dienstag ihre Entscheidung bekannt geben, kündigte Bernd Werdermann an.

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