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Australier in Wesenberg will „survival german“ lernen

Im Skulpturenpark Wesenberg fungiert als „Quartiervater“ ein Mann, den man nicht alle Tage trifft und der ein besonderes Anliegen hat.
John Bird ist neugierig auf die deutsche Sprache. Er möchte sie besser kennenlernen. Derzeit lebt der Australier in Wesen
John Bird ist neugierig auf die deutsche Sprache. Er möchte sie besser kennenlernen. Derzeit lebt der Australier in Wesenberg. Marlies Steffen
Wesenberg.

John Bird hat seinem Nachnamen sein Leben lang alle Ehre gemacht. Einem Vogel gleich ist der heute 75-Jährige ein halbes Jahrhundert durch die Welt gezogen. Frankreich, Italien, Russland, Amerika, Türkei, China, der arabische Raum – sieht man einmal von Afrika ab, hat er wohl keinen Kontinent ausgelassen. Jetzt lebt er in Australien, in Melbourne. Doch eigentlich stimmt das nicht ganz, denn Melbourne ist nur der Ort, an dem er eine Meldeadresse und natürlich eine Wohnung hat.

Gerade hält sich der weit Gereiste in Wesenberg auf. Im Skulpturenpark, der leider in dieser Saison geschlossen ist, hat er für einige Monate Quartier bezogen. Es ist nicht sein erster Aufenthalt dort, private Kontakte führten ihn vor vier Jahren schon einmal zu der besonderen Kunstadresse, die auch eine touristische Seite besitzt. John Bird wird in den kommenden Wochen und für den Rest der Urlaubssaison deshalb auch eine Art Quartiervater sein, denn er kümmert sich um die Bed & Breakfest-Zimmer im Park. Die können jetzt wieder gemietet werden, sind sogar für den August ausgebucht. John Bird wird sozusagen der Rezeptionist sein.

Mit dem Mann ins Gespräch zu kommen, ist nicht so schwer, er spricht englisch und passabel französisch. Beim Termin mit dem Nordkurier hat die im Skulpturenpark beheimatete Künstlerin Cornelia Nagel dennoch ein bisschen nachgeholfen und übersetzt, damit es auch keine Missverständnisse gibt.

Die Großmutter stammt aus Deutschland

John Bird treibt indessen ein großer Wunsch um. Er möchte „survival german“ lernen. Überlebensdeutsch, wenn man so will. Und er sucht jemanden, der ihm beim Deutsch lernen hilft. Seinen Wunsch hat er auch schon in kleinen Infoblättern an der Wesenberger Sparkasse und der Neustrelitzer Tourist-Information deutlich gemacht. Der Mann mit deutschen Wurzeln – seine Großmutter stammt aus Deutschland – sucht eine Art Lehrer oder besser Gesprächspartner, der sich mit ihm im Alltagsdeutsch übt.

Vielleicht könnte es sogar jemand sein, der noch zur Schule geht und selbst seine Englischkenntnisse aufpeppen möchte. Oder aber ein Senior, der alle Zeit der Welt und Spaß an Sprachen hat. An John soll es nicht liegen. Zu erzählen gibt es mit Sicherheit jede Menge. Denn der Mann, der die Welt gesehen hat, kann mit Geschichten aufwarten. Er hat in seinem Berufsleben als Hair Stylist gearbeitet, als „Coiffeur“ und er war bevorzugt in der Film- und Modebranche unterwegs. Hat beispielsweise mit Models von Karl Lagerfeld zu tun gehabt.

Bird hat in Los Angeles, New York, Paris, Palermo und Los Angeles gearbeitet. Jetzt ist er im Ruhestand und pflegt außer dem Reisen die Leidenschaft des Kochens. Sicher auch ein Thema, bei dem sich die deutsche Sprache wunderbar üben lässt. John Bird ist noch etwa drei Monate in Deutschland, es lohnt also, noch anzufangen mit einem Sprachexkurs, von dem bestimmt beide Seiten profitieren können. Bird ist unter der Nummer 00393385731872 oder unter email: john@gjbird.com zu erreichen. Wer sich über sein Leben informieren möchte: www.gjbird.com

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