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▶ In Neubrandenburg wird der Schniepel gebaut

Der Bau des sogenannten Schniepels in Neubrandenburg wird jede Menge Veränderung mit sich bringen.
Voraussichtlich im dritten Quartel soll auf Höhe des weißen Lkw die Verbindung zwischen Hochstraße und Ihlenf
Voraussichtlich im dritten Quartel soll auf Höhe des weißen Lkw die Verbindung zwischen Hochstraße und Ihlenfelder Vorstadt fertig sein. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Wer ab Herbst auf den Neuen Friedhof von Neubrandenburg gelangen will, muss einen längeren Weg in Kauf nehmen. Das hat mit dem derzeitigen Bau des sogenannten Schniepels zu tun - der Abzweig von der Hochstraße in Richtung Sponholzer Straße und dann über den Bahnübergang. Der soll im Herbst fertiggestellt und freigegeben werden.

Aus einem werden mindestens drei Kilometer

Die jetzt noch kurze Verbindung von der Sponholzer Straße über die Bahnschienen in Richtung Friedhof samt seinem Parkplatz ist dann Geschichte, wie die Deges einräumt. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und -bau GmbH ist Projektträger dieses neuen Straßenabschnitts. Zukünftig können Leute aus der Ihlenfelder Vorstadt nur noch über den Schniepel zur Kreuzung auf der Hochstraße gelangen, von dort in Richtung Oststadt biegen, dann wieder rechts halten, um links unter die Hochstraße hindurch zu „tauchen“.

An der Straße „An der Hochstraße“ angekommen geht es über die bald entstehende Parallelstraße an den Gleisen entlang, unter den Schniepel Richtung Friedhof. Kurz: Aus einem jetzt Ein-Kilometer-Weg – vom Abzweig Johannesstraße/Sponholzer Straße – wird dann eine kleine Weltreise von schätzungsweise mindestens drei Kilometern. Und das allein mit dem Auto.

[Video]

Derzeit wird laut Deges eine Parallelstraße zur jetzigen Woldegker Straße gebaut. Eine für viele Fußgänger ersichtliche „Rampe ist ein Teilstück der umverlegten Sponholzer Straße, die etwa 170 Meter parallel zur Woldegker Straße verläuft und dann nach Norden zu den Gleisanlagen geführt wird“, heißt es von der Deges. Sie schließe dann östlich – nach Unterquerung der geplanten B 104 parallel zu den Gleisanlagen – an die bestehende Sponholzer Straße an. Die Baustellenzufahrt „An der Hochstraße“ diene dazu, Technik und Baustoffe anzuliefern.

Am Ende wird es eine Sackgasse geben

Wahrscheinlich schon Anfang März – wenn es die Witterung zulässt – geht es an dieser Stelle weiter. Letztlich soll es dann möglich sein, über diese Parallelstraße unter den jetzt neu entstehenden Schniepel hindurch zu fahren und kurz parallel an den Gleisen entlang, um dann wieder die Hochstraße zu unterqueren. So gelangen Fahrzeuge in die Oststadt, beziehungsweise zum Friedhof. Zwischen Holzhandel Thürmer und dem jetzigen Bahnübergang wird im Endzustand eine Sackgasse sein.

Für Radfahrer werde mit dem Wegfall der Gehweganbindung Sponholzer Straße künftig die Straße am Gerichtsberg als einzige Verbindung von der Ihlenfelder Vorstadt in Richtung Süden und Oststadt/Friedhof verfügbar sein, so die Deges weiter. Für Fußgänger soll eine Treppenanlage vom Gerichtsberg zur Woldegker Straße die Verbindung zwischen Ihlenfelder Vorstadt sowie Süd-, Innen- und Oststadt sichern. „Zusammengefasst bedeutet dies: Fußgänger und Radfahrer bleiben auf der B 104 und können die Rampe in Richtung Sponholzer Straße und Friedhof nutzen“, verspricht der Bauträger.

 

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Kommentare (2)

Eine einfache Skizze mit Pfeilen würde der Sache sehr gut tun, als ein nichtssagendes Video und eine unendliche Beschreibung ins Nichts!

Schlimm finde ich die Bezeichnung Schniepel !!!
Jetzt müssten eigentlich alle Gendergerechten aufstehen.
Was wäre denn, wenn jemand das Straßenstück …öse nennen würde? Gäbe es da nicht einen riesigen Aufschrei? Als Mann finde ich die Namensgebung absolut sexistisch und diskriminierend.
Wer immer sich die Kleinjungengeschlechtsnamensgebung einfallen lassen hat gehört sofort übelst bestraft und zu freiwilliger gemeinnütziger Arbeit verdonnert.
Statt einer neutralen Bezeichnung wie z.B. NORDRAMPE für diesen Abschnitt der sperrig auszusprechenden Bezeichnung „Innerörtliche“ soll hier wohl Witzigkeit erzeugt werden.
Wie wäre es überhaupt mit einem neutralen Namen für die „Ortsumgehung“?
Mein Vorschlag wäre schon mal Tangente, da sie kaum etwas berührt.
Genauer wäre noch SÜD-OST-TANGENTE
Schon mal dran gedacht liebe Redakteure?