INVESTOR IN ALTENTREPTOW

Wird das Hotel „Am Markt“ bald ein Seniorenwohnheim?

In Altentreptow und Umgebung könnten in naher Zukunft zahlreiche neue Plätze in Pflegeeinrichtungen entstehen. Drei Unternehmer wollen allein in der Stadt eine Kapazität von über 100 Plätzen schaffen. Darunter auch die Betreiber des Hauses „Maria“, die Interesse an einem ganz besonderen Gebäude haben.
Marko Gollnast und Petra Stolpe, Inhaber von „Haus Maria”, wollen weiter expandieren und schauten sich deshalb in
Marko Gollnast und Petra Stolpe, Inhaber von „Haus Maria”, wollen weiter expandieren und schauten sich deshalb in der Stadt um. Seit Ende letzten Jahres stehen sie bereits mit dem Besitzer des Hotels „Am Markt” in ernsthaften Verhandlungen, wie es heißt. Danilo Vitense
Altentreptow.

Die Nachfrage nach Plätzen in Pflegeeinrichtungen ist nach wie vor ungebrochen. Die Liste der Wartenden ist lang. Auch in Altentreptow und Umgebung. Die Betreiber bereits vorhandener Häuser reagieren.

Nicht nur an der Friedenstraße ist der Bau eines neuen Hauses bereits in Vorbereitung. Am Randkanal, dort, wo sich der letzte große städtische Garagenkomplex befindet, hat gerade ein Investor Interesse bekundet, auf jenen Flächen ein Angebot für altersgerechtes und betreutes Wohnen schaffen zu wollen. Und auch das Seniorenwohnen „Haus Maria“ an der Oberbaustraße platzt aus allen Nähten und könnte weit mehr pflegebedürftige Leute aufnehmen, wenn es denn noch Räume hätte.

Gespräche über Hotel-Verkauf laufen

Die beiden Inhaber, Marko Gollnast und Petra Stolpe, sie haben sich zu einer GbR zusammengeschlossen, wollen expandieren. Sie suchen nach neuen Standorten in der Stadt – und entdeckten unweit eine Möglichkeit. „Wir stehen mit dem Besitzer des Hotels ‚Am Markt‘ seit Ende letzten Jahres in ernsthaften Verhandlungen. Er ist an uns herangetreten“, sagt Gollnast. Er und seine Partnerin beabsichtigen, die Immobilie zu kaufen und für ihre Zwecke umzugestalten. „Es ist aber noch nichts in Papier und Tüten, die Gespräche über den Kaufpreis und -termin laufen noch“, sagt Gollnast. Sie wären gern schon weiter, aber die Corona-Krise bremse das gesamte Prozedere.

40 Plätze für Senioren sollen entstehen

Derzeit beschäftigen Gollnast und Stolpe 33 Mitarbeiter, die sich derzeit um 80 Klienten kümmern davon werden 33 im „Haus Maria“ betreut, die anderen werden ambulant versorgt. Am Markt sollen weitere 40 Plätze in seniorengerechten Wohnungen geschaffen werden. 20 neue Arbeitsplätze könnten damit entstehen. Zwei Millionen will die GbR investieren. Die bauliche Umgestaltung des Hotels soll sich laut Gollnast in Grenzen halten. „Es wird ja kein Totalumbau oder eine Kernsanierung. Wir würden dafür ein halbes beziehungsweise dreiviertel Jahr benötigen. Alles muss beispielsweise barrierefrei sein.“

Investor hofft auf Förderung

Er habe dem Nordkurier entnommen, dass Bürgermeister und Stadtvertreter der Erweiterung von Pflegeeinrichtungen äußerst wohlwollend gegenüber stünden und dies auch finanziell förderten, sagt Gollnast. Auf diese Hilfe würde deshalb auch die GbR gern zurückgreifen. Während der nächsten Sitzung des städtischen Bauausschusses will die GbR ihr Konzept erstmals öffentlich vorstellen und das Gremium bitten, das Vorhaben mit 20 000 Euro zu unterstützen. Allerdings erst im kommenden Jahr.

Der Besitzer des Hotels, Thorsten Rode, will sich zu den Verhandlungen nicht äußern. „Das Hotel gehört noch mir, erst wenn das Geld auf dem Konto ist, sind die Verhandlungen beendet“, meint er.

 

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