GERICHTS-PROZESS

Verdächtige rumänische Reifendiebe aus U-Haft entlassen

Sie haben laut Anklage Reifenlager in Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock und Neuruppin heimgesucht und fette Beute gemacht. Jetzt stehen acht Rumänen vor Gericht. Doch offenbar sind einige verdächtiger als andere.
Die Angeklagten sollen Reifen im Wert von 200.000 Euro gestohlen haben.
Die Angeklagten sollen Reifen im Wert von 200.000 Euro gestohlen haben. Angelika Warmuth
Neubrandenburg.

Im Prozess gegen acht mutmaßliche Einbrecher am Landgericht Neubrandenburg ist gegen vier junge Männer der Haftbefehl außer Kraft gesetzt worden. Bisher saßen alle Verdächtigen in Untersuchungshaft. Wie es hieß, sei die Beweislage gegen die vier Männer, die ihre Zellen jetzt verlassen durften, nach mehreren Verhandlungstagen nicht mehr besonders intensiv.

Rumänen sollen Reifen im Wert von 200.000 Euro gestohlen haben

Die Männer, alle stammen aus Rumänien, sollen in der jüngeren Vergangenheit Reifenlager in Neubrandenburg, Neustrelitz und anderen Orten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs heimgesucht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen vor, bei vier Einbrüchen bis April 2019 in Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock und Neuruppin Reifen im Wert von mehr als 200.000 Euro gestohlen zu haben. Für jeden Raubzug habe man in der Heimat 450 Euro kassiert, sagte einer der Angeklagten zu Prozessbeginn im Oktober.

Ein wahrer Mammutprozess – nicht nur wegen der Menge des Diebesgutes. Den acht Angeklagten sitzen acht Pflichtverteidiger zur Seite, acht Dolmetscher übersetzen alles, und fast zwei Dutzend Justizwachleute achten auf die Sicherheit. Das Gericht unter der Leitung der Vorsitzenden Dr. Daniela Lieschke ist um die Aufgabe nicht zu beneiden.

Hoffentlich, so einer der Anwälte gegenüber dem Nordkurier, erscheinen auch die vier Angeklagten, die aus der U-Haft entlassen wurden, zum nächsten Verhandlungstermin am 11. November wieder vor Gericht.

 

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Kommentare (2)

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der von Ihnen genannten Daniela Lieschke um Frau Dr. Daniela Lieschke handelt. Mir ist nicht bekannt, dass ihr der akademische Titel aberkannt worden wäre, und es ist eine Sache der Höflichkeit und des Respektes vor dem bewiesenen Wissensumfang, den "Dr." ihrem Namen hinzu zu fügen. [Anm. d. Red.: Haben wir hinzugefügt. Vielen Dank für den Hinweis.]

Beiträgen im NK wird immer wieder mal auf "Höflichkeit und Respekt " dem anderen gegenüber hingewiesen.
Insofern wäre es nur konsequent diesen Artikel redaktionel zu überarbeiten und den Doktortitel einzufügen.

Was sagt die Redaktion dazu? [Anm. d. Red.: Haben wir hinzugefügt. Vielen Dank für den Hinweis.]