GERICHT

Staatsanwaltschaft fordert höhere Strafe für Radler-tretenden Mopedfahrer

Der Mann hatte in Neubrandenburg einen Radrennfahrer beschimpft und getreten. Der stürzte und verletzte sich. Dafür wurde der Mopedfahrer verurteilt.
Der Mann floh auf seiner Schwalbe.
Der Mann floh auf seiner Schwalbe. Fotolia
Neubrandenburg.

Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft fordert eine deutlich höhere Strafe für einen Mopedfahrer, der einen Rennradler im Streit von der Straße gestoßen hat. Wie das Amtsgericht Neubrandenburg am Montag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil für den 32-Jährigen eingelegt. Das Amtsgericht hatte den Schwalbenfahrer Ende Februar wegen vorsätzlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Verkehr zu 2800 Euro Geldstrafe und zwei Monaten Fahrverbot verurteilt. Dies lag weit unter der Forderung der Staatsanwältin.

Mopedfahrer floh nach dem Angriff

Diese hatte ein doppelt so langes Fahrverbot und vier Monate Haftstrafe gefordert, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Das Urteil müsse „generalpräventiven Charakter haben“, sagte die Anklägerin. Laut Gericht hatte der 32-Jährige den Radfahrer in Neubrandenburg eingeholt und aus Ärger darüber, dass dieser nicht auf dem Radweg fuhr, beschimpft und gestoßen. Der Radler überschlug sich und blieb verletzt liegen.

Zeugen beobachteten, wie der Mann auf seiner Schwalbe floh und holten Hilfe. „Wer sich so im Straßenverkehr benimmt, sollte die Möglichkeit haben, das zu reflektieren“, hatte das Gericht das Urteil begründet. Der Verurteilte hatte vor Gericht bestritten, an dem Tag dort gefahren zu sein. Er war aber von Zeugen erkannt worden.

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