BAUSTELLE AM LINDEBACH

Spundwände geben neuer Brücke Halt

Der Steg über den Lindebach soll im Juli fertig sein. Damit am Ende überhaupt eine Brücke entstehen kann, müssen auf diesem torfhaltigen Areal Spundwände her. Wie das genau funktioniert, ließ sich der Oberbürgermeister jetzt einmal erklären.
Am Lindebach am Kulturparkeingang ist momentan eine Menge los. Riesige Maschinen pressen die Spundwände in den Boden.
Am Lindebach am Kulturparkeingang ist momentan eine Menge los. Riesige Maschinen pressen die Spundwände in den Boden. Paulina Jasmer
Oberbürgermeister Silvio Witt (l.) ließ genau erklären, wie die Spundwände in den Boden kommen.
Oberbürgermeister Silvio Witt (l.) ließ genau erklären, wie die Spundwände in den Boden kommen. Paulina Jasmer
Die Stadthalle Neubrandenburg soll saniert, Bauaufträge vergeben werden.
Die Stadthalle Neubrandenburg soll saniert, Bauaufträge vergeben werden. Archiv/Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Es sei nicht sein erstes Mal in einer großen Baumaschine, sagte Oberbürgermeister Silvio Witt, nachdem er am Donnerstag mit weißem Bauhelm aus einer solchen gestiegen war. Neubrandenburgs Verwaltungschef hatte sich kurz zuvor erklären lassen, was momentan auf der Baustelle am Lindebach – am Kulturparkeingang – los ist.

An der Lindebachbrücke ist in diesen Tagen viel zu sehen. Mächtige Bohrer, Bagger und Bohlen zeigen, dass ordentlich gerackert wird. Bauarbeiter haben damit begonnen, Spundwände zu setzen. Diese werden 11 bis 12 Meter in den Boden gepresst. „Das ist notwendig, um die umliegenden Häuser zu schützen. Wir haben hier sonst alles in Bewegung“, erklärt Ronny Seidel vom zuständigen Planungsbüro. Aufgrund des torfhaltigen Untergrunds sei das Verfahren so gewählt worden. Ein Reinschlagen der Spundwände hätte für zu viel Erschütterung gesorgt.

Eigenanteil von knapp 420.000 Euro

Der Steg über den Lindebach wird in Angriff genommen. Dass irgendwann eine Brücke über den Lindebach führen soll, stehe schon seit 2016 fest. Damals, als es schon um die Kooperation zwischen der Stadt Neubrandenburg und ihrer Partnerstadt Koszalin gegangen war. Über den EU-Fördertopf „Interreg-VA“ hatten beide Städte Fördermittel beantragt – und auch die Zusage erhalten. Im Oktober 2018 wurde der Fördervertrag für das Projekt „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“ unterzeichnet, im November 2019 wurde „angebaggert“ und damit der Startschuss für die Neugestaltung des Areals gegeben.

Das Projekt soll bis Ende Juni 2022 gehen – wegen der Corona-Pandemie womöglich auch länger, heißt es. Die Stadt übernimmt bei diesem Projekt einen Eigenanteil von knapp 420.000 Euro. Weitere Veranstaltungen, die dem Namen „Kulturpark“ Ehre machten, seien geplant, so Silvio Witt. Als gelungener Auftakt bezeichnete er den Schreib- und Ideenwettbewerb zum Thema „Würde der Kulturpark mir gehören, dann...“. Es soll auch ein Jazz-Festival geben, das in Koszalin bereits im vergangenen Oktober stattgefunden hat. Vermutlich im nächsten Jahr soll es dies auch in Neubrandenburg geben.

Während der Baustellenbesichtigung sprach Silvio Witt noch von einem zweiten Herzensstück in Bezug auf den Kulturpark: die Stadthalle, die seit März geschlossen ist. Wenn in der kommenden Woche der Betriebsausschuss getagt und Baulose vergeben hat, dann könne mit den Arbeiten begonnen werden. In Aussicht stellte der Verwaltungschef auch Fördermittel, die fließen sollen. „Wir warten noch auf den Bescheid vom Land“, zeigte er sich optimistisch.

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