Stadtvertreter

Schwanenteich in Neubrandenburg ist ein Sorgenkind

Der Neubrandenburger Schwanenteich, grünes Kleinod und Oase, hat ganz viel von seinem Glanz verloren. Um ihn wieder aufzupolieren, ist viel Geld nötig.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Schön grün, aber nur noch wenig Wasser im Schwanenteich in Neubrandenburg, auf den seit Herbst Karl Marx achtet.
Schön grün, aber nur noch wenig Wasser im Schwanenteich in Neubrandenburg, auf den seit Herbst Karl Marx achtet.
CDU-Stadtvertreter Marco Messner
CDU-Stadtvertreter Marco Messner
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Neubrandenburg.

Die Wasserfläche des von Trauerweiden umrahmten einst so beliebten Schwanenteiches ist erneut kleiner geworden, Schilf und andere Wasserpflanzen erobern sich das Terrain zurück. Zum Leidwesen vieler Neubrandenburger, zu deren Sprachrohr sich CDU-Stadtvertreter Marco Messner gemacht hat.

Der wollte von der Stadtverwaltung wissen, ob das allmähliche und andauernde Zuwachsen des Gewässers Absicht und so gewollt sei. Denn der jetzige Anblick weiche doch gehörig von dem ab, was Neubrandenburger von ihrem Schwanenteich kennen.

Witt: „grundhafte“ Sanierung nötig

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) musste zugeben, dass der Zustand des Teiches tatsächlich auch nicht den Wünschen der Stadtverwaltung entspricht. Aber um dort etwas zu ändern, sei eine „grundhafte“ Sanierung nötig, ließ der Rathaus-Chef wissen. Und das, so Witt, koste eine Menge Geld.

Der Oberbürgermeister sagte zu, während der Planungen um den städtischen Haushalt für das nächste Jahr auch die Sanierung des Schwanenteichs prüfen zu wollen. Wenn die Stadtvertreter das wünschen, schob er den am kommenden Sonntag zu wählenden Ratsfrauen und Ratsherren die Karten zu, werde der Schwanenteich künftig eben eine höhere Priorität erhalten.

Schon einmal Kritik an der Untätigkeit

Der CDU-Ratsherr Messner machte sich nicht zum ersten Mal für den Schwanenteich stark. Schon im vergangenen Jahr kritisierte er öffentlich die Untätigkeit der Verantwortlichen angesichts des zuwachsenden Gewässers.

Messner, der 2018 viele zwiespältige Reaktionen erntete, als er sich für mehr Sicht auf den Tollensesee am RWN-Gelände starkmachte, sagte, auch am Schwanenteich werde zu viel einfach der Natur überlassen. Dies mache auf Besucher und selbst auf Neubrandenburger keinen guten Eindruck.