NEUBRANDENBURGER VERKEHRSBETRIEBE

Rollstuhl-Fahrer fühlt sich von Busfahrer schlecht behandelt

Als Peter Braun mit seinem elektrischen Rollstuhl in einem Bus mitgenommen werden wollte, ist er mit einem Busfahrer aneinander geraten. Hat der falsch gehandelt?
Peter Braun mit seinem Rollstuhl – auf dem Foto am Burg Stargarder Bahnhof. Der Mann setzt sich für die Barrierefre
Peter Braun mit seinem Rollstuhl – auf dem Foto am Burg Stargarder Bahnhof. Der Mann setzt sich für die Barrierefreiheit ein, so auch in Bussen. Paulina Jasmer/Archiv
Neubrandenburg.

Peter Braun fühlt sich von den Neubrandenburger Verkehrsbetrieben schlecht behandelt. Der Vorsitzende des Landesbehindertenverbandes sowie des Stargarder Behindertenverbandes sitzt im Rollstuhl. Er wollte nach eigenen Angaben mit seinem Gefährt die Buslinie 6 Höhe Fünfeichener Kaserne in Neubrandenburg nehmen. Aber: „Es gibt Busfahrer, die neuerdings meinen, mich jetzt nicht mehr mitnehmen zu müssen“, lautet sein Vorwurf.

Busfahrer hat den Rollstuhlfahrer belehrt

Zwar wurde er mitgenommen, allerdings laut seiner Aussage nicht ohne Diskussion. „Ich möchte als Rollstuhlfahrer, als Mensch ernst genommen werden und ganz einfach mit dem Bus ohne Zoff und Diskussionen mitfahren, wie jeder andere Bürger“, meint er. Die Bedingung, die an einen Rollstuhl gestellt würden, habe sein Gefährt erfüllt. Dazu zählt ein Sitz, maximale Breite von 75 Zentimetern und auch rückwärts fahrend.

Eine Sprecherin der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe erklärt auf Nordkurier-Nachfrage, dass der Busfahrer Peter Braun durchaus behilflich war und ihn mitgenommen habe. Aber: „Aufgrund der Größe und des Gewichts des Rollstuhls hat der junge Kollege angenommen, dass in diesem Fall die Beförderungsbedingungen für E-Scooter, gemeint sind Elektromobile mit Lenksäule, gelten und deshalb eine besondere Piktogramm-Kennzeichnung auf dem Gefährt notwendig ist“, so die Sprecherin weiter. Der Busfahrer habe Herrn Braun darauf hingewiesen.

Busfahrer werden nachgeschult

„In der Nachbetrachtung stellen wir fest, dass es sich bei dem Rollstuhl nicht um ein Elektromobil gehandelt hat, sondern um einen motorisierten Rollstuhl. Unser Busfahrer hat sich also geirrt. Das ist misslich, aber kein Fehlverhalten“, heißt es weiter. Im Zuge dessen würden die Busfahrer aber natürlich noch einmal auf die besonderen Beförderungsbedingungen in den Bussen hingewiesen werden.

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Kommentare (4)

Der Satz ist unvollständig, werte Frau Jasmer. Entweder fehlt das Satzobjekt (worauf werden sie nachgeschult ?) oder das Wort "auf" ist überflüssig..

Und wo war jetzt das Problem? Der eine sagt: "Ist ein E-mobile". Der andere erwiedert: Ne, ist ein Rollstuhl. Darauf hin steigen beide in den Bus und fahren los. Kann es sein, dass Herr Braun hier, aus einer halben Mücke, gleich zwei Elefanten macht?

...handelte widerrechtlich indem er eine falsche Belehrung durchführte. Hier hat der Behinderte weiteren Schaden für Verkehrsbetrieb und Behinderte vorgebeugt.

weil Herr Braun immer recht hat. Hören Sie sich eigentlich selbst zu?
Angenommen der Busfahrer hat sich einfach Sorgen darum gemacht, ob der Rollstuhl bei einer Notbremsung für den Nutzer und die anderen Passagiere eine Gefahr darstellen könnte...