BANKRAUB IN NEUBRANDENBURG

Polizei sucht länderübergreifend nach Automatenknackern

Ermittler aus verschiedenen Bundesländern fahnden gemeinsam nach Geldräubern, die auch in Neubrandenburg ihre Spuren hinterlassen haben. Möglicherweise dieselben Langfinger haben jetzt in Rostock zugeschlagen.
Ermittler sichern Anfang Dezember am Tatort in Neubrandenburg die Spuren, die von den unbekannten Einbrechern hinterlassen wur
Ermittler sichern Anfang Dezember am Tatort in Neubrandenburg die Spuren, die von den unbekannten Einbrechern hinterlassen wurden. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Auch sieben Wochen nach dem Raub von rund 100.000 Euro aus einem aufgehebelten Geldautomaten in Neubrandenburg sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Noch gebe es allerdings keine heiße Spur, heißt es offiziell. Wie der Nordkurier aber erfuhr, haben Kriminalisten aus verschiedenen Bundesländern eine gemeinsame Ermittlergruppe gebildet, um der Bankräuber habhaft zu werden. Es gebe in anderen Bundesländern, unter anderem in Schleswig-Holstein, vergleichbare Taten, hieß es weiter. Man gehe davon aus, dass der Bruch eines Geldautomaten in Neubrandenburg auf das Konto „geübter“ Täter gehe.

Die noch Unbekannten, die Anfang Dezember den Automaten in der Hypo-Vereinsbank in der Kreisstadt aufbrachen, sind dabei mit Geschick und Verstand vorgegangen. Der Geldautomat in der Neubrandenburger Ziegelbergstraße, aus dem die hohe Summe erbeutet werden konnte, wurde damals mit einem handelsüblichen Werkzeug und nur wenig Kraft geöffnet. Aufgehebelt – und nicht wie eigentlich üblich aufgesprengt. Trotzdem betrug allein der Sachschaden etwa 10.000 Euro.

Möglicherweise gleiche Täter in Rostock erfolgreich

Dabei stellt eigentlich viel Gewalt den häufigsten Modus Operandi dar, wenn Geldautomaten zum Opfer werden. Besonders in den 1990er Jahren waren Aufbrüche zumeist ausländischer Banden fast an der Tagesordnung, die landauf, landab mit an Fahrzeugen befestigten Abschleppseilen oder Ketten Geldautomaten einfach und schnörkellos aus der Wand rissen, schnell aufluden und wieder verschwanden. Weil die leidigen Angelegenheiten oft nur ganz wenig Zeit in Anspruch nahmen, wurden die Täter damals auch als „Blitzeinbrecher“ bezeichnet.

Möglicherweise waren die gleichen Täter, die im Dezember auf Tour in Neubrandenburg waren, am vergangenen Freitag in Rostock erfolgreich. Eine Woche nach dem Angriff auf den Bankautomaten in der Hansestadt fehlt von den Tätern aber auch hier noch eine konkrete Spur. Die Polizei hat bis auf die Beobachtungen einer Zeugin noch keine wesentlichen Hinweise auf die maskierten Männer, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Täter hatten die Bank in der Innenstadt am Freitagmorgen betreten, den Automaten gewaltsam geöffnet, „eine größere Summe Bargeld“ erbeutet und waren geflohen, wie es hieß. Das bewiesen Videoaufnahmen.

Polizei hofft auf Zeugen-Hinweise

Die Rostocker Täter seien mit einem großen hellen Fahrzeug – einem Geländewagen oder Transporter – geflohen. In Neubrandenburg hatten die Täter die Filiale desselben Bankinstituts heimgesucht. Dort war der Geldautomat nicht aufgesprengt, wie bei früheren Fällen üblich, sondern aufgehebelt worden. Die Rostocker Polizei hofft nun auf weitere Beobachtungen von Zeugen.

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