RAUB IN NEUBRANDENBURG

Polizei schnappt Automatenknacker

Eine Spezialeinheit der Polizei hat in Sachsen-Anhalt fünf mutmaßliche Tresorknacker geschnappt. Möglicherweise jene Männer, die in Neubrandenburg 100.000 Euro erbeuteten.
Anfang Dezember hatten bislang Unbekannte bei der Hypovereinsbank in Neubrandenburg 100.000 Euro erbeutet. Nun könnten si
Anfang Dezember hatten bislang Unbekannte bei der Hypovereinsbank in Neubrandenburg 100.000 Euro erbeutet. Nun könnten sie der länderübergreifenden Ermittlungsgruppe ins Netz gegangen sein. Felix Gadewolz
Weißenfels.

An einem Adventssonntag im vergangenen Jahr brachen sie einen Geldautomaten der Hypovereinsbank in der Neubrandenburger Ziegelbergstraße auf und erbeuteten dabei rund 100.000 Euro. Nun könnten die „Panzerknacker” einer Spezialeinheit der Polizei in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) ins Netz gegangen sein. Diese hatte insgesamt fünf Männer am Wochenende vorläufig festgenommen – einem flüchtenden Tatverdächtigen wurde dabei in den Ellenbogen geschossen, wie es aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizeidirektion und Staatsanwaltschaft Kiel hervorgeht. Das Amtsgericht Kiel erließ gegen die Männer im Alter zwischen 34 und 39 Jahren Haftbefehle.

Neubrandenburger Ermittler halfen mit

Der Erfolg geht auf eine länderübergreifende Ermittlungsgruppe unter Führung der Schleswig-Holsteiner zurück. Insbesondere Polizeikräfte aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren mindestens kurzzeitig beteiligt. Denn im gesamten Bundesgebiet sei es immer wieder zu Aufbrüchen von Geldautomaten nach ähnlichem Muster gekommen, so der Kieler Polizeisprecher Oliver Pohl. Neben Neubrandenburg war im Januar auch in der Rostocker Innenstadt ein Geldautomat aufsehenerregend geknackt worden.

Wegen des Falles aus Neubrandenburg Anfang Dezember hatten zwei Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg die Kieler Kollegen sogar dauerhaft unterstützt. „Die haben hier einen wirklich sehr positiven Eindruck hinterlassen und wurden auch fachlich sehr geschätzt”, lobte Pohl die Neubrandenburger Kollegen.

Nach bisherigen Ermittlungen steckt eine überörtlich agierende Tätergruppe hinter den Aufbrüchen. Die Mitglieder lebten in Berlin und verfügte über mehrere nationale und internationale Verbindungen, „die sie vermutlich auch für die Begehung der Taten nutzte”, so die Kieler Polizei.

Details wurden bisher nicht genannt

Welche Taten der Gruppe tatsächlich zugerechnet werden können, müssten die weiteren Ermittlungen noch zeigen. „Es liegt zumindest nahe, dass es sich um die Täter aus Neubrandenburg handelt”, sagt Nicole Buchfink, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Auf den weiteren möglichen Taten liege gerade das Hauptaugenmerk der Ermittler, erläutert der Kieler Polizeisprecher Oliver Pohl. Doch offizielle Angaben zu den potenziellen Tatorten, der Höhe der erbeuteten Geldbeträge und auch weitere Details zur Festnahme könnten aktuell aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht gemacht werden.

 

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