BOOTSUNGLÜCK

▶ Polizei findet abgerissenen Arm im Tollensesee

Zwei Tage lang suchten Taucher nach einem Arm im Tollensesee bei Neubrandenburg. Jetzt haben sie das Körperteil tatsächlich gefunden.
Polizeitaucher haben im Tollensesee bei Neubrandenburg den abgetrennten Arm eines Unfallopfers gefunden.
Polizeitaucher haben im Tollensesee bei Neubrandenburg den abgetrennten Arm eines Unfallopfers gefunden. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Die im Tollensesee eingesetzten Polizeitaucher haben Donnerstagmittag den bei einem Bootsunfall vor einer Woche abgetrennten Arm des 48-jährigen Unfallopfers gefunden. Das sagte kurz nach der Entdeckung der Leiter der Unterwasser-Spezialisten, Hauptkommissar Hartmut Krämer, dem Nordkurier.

Der Arm wurde in dem einen Tag zuvor trassierten Suchgebiet gefunden, dort, wo sich laut Augenzeugen am Ufer des Tollsensesees in Klein Nemerow auch der tragische Zusammenstoß zwischen dem Schwimmer und dem Motorboot ereignet hat. Dem 48-Jährigen, der in der Uni-Klinik Greifswald operiert wurde, soll es den Umständen entsprechend gut gehen.

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Keine große Strömung im Tollensesee

Die anfängliche Suche mit Hubschrauber und Booten hatte keinen Erfolg gebracht. Die Polizeitaucher waren allerdings schon vor dem ersten Gang unter Wasser optimistisch, da im Tollensesee keine großen Strömungen herrschen.

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Der Unfall stellte auch für die Wasserschutzpolizei ein außergewöhnliches Ereignis dar. Der genaue Hergang des Unfalls ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Nur soviel, dass der Schwimmer etwa 200 Meter vom Ufer entfernt vom Boot erfasst wurde, in dem ein Ehepaar gerade über den See fuhr. Der Schwimmer war nach Polizeiangaben in Neoprenanzug und mit einer orangenen Schwimmboje unterwegs.

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Nachdem das Paar ihn ins Boot gezogen hatte, habe eine Nachbarin und gelernte Krankenschwester, die zufällig selbst Baden war, ihn dann an Ort und Stelle erstversorgt. Handtücher mussten als Druckverband herhalten, damit kein weiteres Blut verloren wird. Kurz darauf kamen die Rettungskräfte, darunter unzählige Polizeikräfte, Hundestaffel, Taucher, die Freiwilligen Wehren aus Groß Nemerow/Rowa und Burg Stargard sowie die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg.

Gegen die Insassen des Motorbootes wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, so die Polizei.

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