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Tierquälerei-Vorwurf

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Peta zeigt Neubrandenburger Taubenzüchter an

Peta fordert ein Verbot von Taubenwettflügen und wirft einem Neubrandenburger Verein vor, Hunderte Tiere dabei in den Tod geschickt zu haben.
Peta fordert ein Verbot von Taubenwettflügen und wirft einem Neubrandenburger Verein vor, Hunderte Tiere dabei in den Tod geschickt zu haben.
Armin Weigel

Erst die Angler, jetzt die Brieftaubenzüchter. Die Tierrechtsorganisation Peta zieht gegen einen Verein aus Neubrandenburg juristisch zu Felde.

Peta hat Strafanzeige gegen die Brieftauben-Reisevereinigung Neubrandenburg gestellt. Die in Stuttgart ansässige Tierrechtsorganisation bezichtigt die Taubenzüchter aus der Viertorestadt, mindestens 1565 Tauben bei Wettflügen vorsätzlich in den Tod geschickt zu haben.

Ende August erstattete Peta nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Strafanzeige gegen alle Verantwortlichen des Vereins „Reisevereinigung Neubrandenburg und Umgebung e.V.“. Die Tierrechtsorganisation wirft ihnen konkret vor, im Zuge der Wettveranstaltungen in der Saison 2017 „Wirbeltiere getötet und ihnen länger anhaltende, sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden” zugefügt zu haben. Die Verlustquote habe bei den Wettflügen 59 Prozent betragen.

 

 

„Die Verantwortlichen nehmen billigend in Kauf, dass sehr viele Tauben sterben – Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt und muss strafrechtliche Konsequenzen haben”, kritisierte Peta-Rechtsanwalt Christian Arleth in einer Pressemitteilung. „Vögel aus Profitgier und Prestigegründen zu missbrauchen, passt nicht in eine moderne Gesellschaft. Ein Verbot von Taubenwettflügen ist längst überfällig.”

Peta überzog über 20 Brieftauben-Reisevereinigungen in ganz Deutschland mit Anzeigen, wie aus nahezu identischen Pressemitteilungen hervorgeht, die am Donnerstag auf der Webseite der Organisation veröffentlicht wurden. Der Nordkurier nahm am Donnerstag auch Kontakt mit der "Reisevereinigung Neubrandenburg und Umgebung" auf, die den Vorgang erst sichten wollte.

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte im Frühjahr bereits die Anglerschaft in MV ins Visier genommen und mit Strafanzeigen gedroht. Geht es nach der Tierrechtsorganisation Peta, dann müssten die schätzungsweise 100.000 Angler in Mecklenburg-Vorpommern künftig auf ihr Hobby verzichten. Für Schlagzeilen sorgte der Verein auch, als er nach einem Unfall, bei dem ein mit 20 Tonnen Sprotten beladener Laster bei Neetzow in den Graben fuhr, ein Mahnmal für die Fische forderte.

Kommentare (4)

... unter "Brieftaube" bei Wikipedia.

Danach wird, dass Pferderennen verboten und Mückenspray, ist das Nächste

geht mal auf die MELA da seht ihr das Elend der Tiere, welche begafft werden und unter Stress stehen. Auch Tauben dabei! Aber ist ja nicht so wild, ist ja nur eine Ausstellung zum Wohle der Gaffer! Madame Pompadour hats ja eröffnet und den Freifahrschein zur Quälerei erteilt!

Sie haben ganz recht, aber genau wie gegen andere Tierquälereien geht Peta auch vor allem gegen die Massentierhaltung vor, die auf der MELA repräsentiert wird.