ALTE APOTHEKE

Neuer Verwaltungssitz in Altentreptow wird teurer

Der neue Verwaltungssitz in Altentreptow nimmt immer mehr Gestalt an. Die Sanierung der Alten Apotheke wird jedoch deutlich teurer, vor allem unerwartetes Wasser hat die Kosten in die Höhe getrieben.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
Anfang nächsten Jahres soll auch der Anbau fertig sein. Der Umzug der Verwaltung von Tützpatz nach Altentreptow ist für März kommenden Jahres geplant.
Anfang nächsten Jahres soll auch der Anbau fertig sein. Der Umzug der Verwaltung von Tützpatz nach Altentreptow ist für März kommenden Jahres geplant. Bärbel Gudat
Das Gerüst ist gefallen und die Fassade der Alten Apotheke in der Oberbaustraße erstrahlt. Noch bleibt jedoch einiges, wie die Türen zu richten, ehe die Verwaltung hier einziehen kann.
Das Gerüst ist gefallen und die Fassade der Alten Apotheke in der Oberbaustraße erstrahlt. Noch bleibt jedoch einiges, wie die Türen zu richten, ehe die Verwaltung hier einziehen kann. Bärbel Gudat
Altentreptow.

Wer in seiner Gemeinde mit jedem Euro rechnen muss, der hört schon genau hin, wenn es um Geld geht. Auch wenn es zum Vorteil für die eigene Gemeinde ist: Seit über einem Jahr wird der neue Verwaltungssitz in Altentreptow gebaut. Die Alte Apotheke und der Anbau sollen den Platz für die Zusammenführung der Verwaltung an einem Standort bringen. Die Sanierung des historischen Gebäudes in der Oberbaustraße und der Neubau waren mit gut zwei Millionen Euro geplant worden.

Im Sommer sprach Ulrich Marquardt im Amtsausschuss von Bedenken wegen „erheblicher zusätzlicher“ Kosten, die den Gemeinden drohen könnten. Eine genaue Kostenaufstellung und Information zum Bauvorhaben Oberbaustraße 21 werde es noch geben, versicherte damals die Verwaltung. Und es gab sie nun während jüngsten Sitzung des Amtsausschusses in Golchen vom Katrin von Koß vom Sanierungsträger, die den Bau seit über einen Jahr begleitet.

Finanziert über Amtsumlage

Die Gemeinden beteiligen sich an dem Millionenprojekt mit 480.000 Euro. Finanziert wird das Ganze dann über die Amtsumlage „Aber nicht, dass die teurer wird“, konnte sich Bürgermeister Klaus-Peter Noack aus Breesen nicht verkneifen. Die Amtsumlage werde sogar gesenkt, versprach die Verwaltung. Was denn mit dem alten Gebäude in Tützpatz werde, wollte Noack noch wissen. „Das ist unser, Klaus“, beruhigte ihn Amtsvorsteher Manfred Komesker. Wie damit weiter verfahren wird, das werde der Amtsausschusses sicherlich bald entscheiden.

Putz, Fachwerk und Wasser verteuert den Bau

Aber es stimme, der Kostenrahmen kann nicht ganz eingehalten werden, teilte Kathrin von Koß mit. Sie erläuterte auch Ursachen für die Kostensteigerung. Da sei zum Beispiel das Problem mit der Putzfassade. Sie sei in einem schlechteren Zustand gewesen als gedacht. Auch das Fachwerk zur Oberbaustraße 22 musste ausgeglichen werden. Aber für einen der größten Posten bei den Mehrkosten sorgte das aufgetretene Schichtenwasser. Es musste eine andere Gründungsform gefunden werden. Das macht den Bau natürlich teurer. Es wird mit Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro gerechnet. Die Mehrkosten wird die Stadt übernehmen. Sie sind aber mit größeren Spendensummen und mehr Städtebaufördermittel gedeckt.

Das Gerüst am historischen Gebäude ist gefallen. Jetzt sind Restauratoren dabei, die alte Deckenmalerei anzubringen. Bei der Wandmalerei klappe es leider nicht wie gedacht. Zurzeit arbeiten 34 Gewerke auf der Baustelle. Voraussichtlich Januar oder Februar soll alles fertig sein. Der Umzug sei für den März kommenden Jahres geplant, so Kathrin von Koß.

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