WOHNEIGENTUM

Neues Baugebiet in Podewall in ferner Aussicht

In Podewall soll ein neues Wohngebiet entstehen. Doch die Planung ist langwierig und die Anwohner haben allerlei Bedenken.
Tim Prahle Tim Prahle
Mit Blick auf die Türme des Neubrandenburger Datzeberg könnten in Podewall bald mehrere neue Häuser entstehen. 
Mit Blick auf die Türme des Neubrandenburger Datzeberg könnten in Podewall bald mehrere neue Häuser entstehen. Tim Prahle
Podewall.

Südlich des Igelwegs in Podewall soll ein neues Wohngebiet entstehen. Das ist einer der wenigen Fakten, die feststehen. Auch, dass die Grundstücke maximal 1200  Quadratmeter groß und somit höchstens 15 Parzellen geschaffen werden sollen, ist wohl sicher. Außerdem noch, dass es nur Eigenheime sein werden und nicht mehr als eineinhalb Stockwerke in die Höhe ragen. Das war es dann aber wirklich.

„Es gibt eine hohe Nachfrage nach Baugrundstücken“, begründet Bauamtsleiter Alexander Diekow die Pläne von Amt und Gemeinde in der Gemeindevertretersitung in Trollenhagen zu der auch einige Einwohner kamen. Diese Erkenntnis liege aber bereits Jahre zurück. Im September 2015 seien erste Vorbereitungen für den Planungsentwurf getroffen worden. Für 2018 waren nur für die Planungskosten 29.000 Euro eingeplant worden. Denn mit dem neuen Baugebiet müssen Straßen wie Fuchsberg und Hasensteig verlängert werden. Es werden also etwas größere Bauarbeiten.

Baustart 2020?

Bei Planungsentwürfen sollen neben den Anwohnern auch Träger öffentlicher Belange wie die Telekom oder die Netzbetreiber ihre Einwände vorbringen. Davon gab es einige. Die Anwohner selbst machen sich um verschiedene Dinge Gedanken. Von wo sollen die Baufahrzeuge kommen? Über die Buswendeschleife. Gefährdet das nicht die Schulkinder? Sollte es nicht. Die Diskussionen gingen so weit, dass Trollenhagens Bürgermeister Peter Enthaler mahnen musste, nicht den zweiten vor dem ersten Schritt zu gehen. Denn noch sei die Planung ja nicht einmal abgeschlossen. Aktuell entstehe der zweite Entwurf. Und vielleicht noch ein Dritter und ein vierter – je nachdem, welche Einwände noch kommen. „Deswegen lässt sich auch nur schlecht sagen, wann die Bauarbeiten selbst losgehen“, erläutert Alexander Diekow.

Sollte alles, also tatsächlich alles glatt gehen, könnte das Gebiet bis zum Ende des Jahres offiziell erschlossen werden, 2020 die Bauarbeiten losgehen. Dann dauere es sicherlich noch einmal zwei Jahre.

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Kommentare (1)

wie die Schweizer, die ihr schönes Land total zersiedelt haben. Die Bevölkerung in Mecklenburg und Vorpommern schrumpft stark. Wir brauchen keine neuen Baugebiete mehr. Ganz im Gegenteil: unsere Städte werden mit uns schrumpfen. Zuerst ganz langsam, dann immer schneller.