BAUARBEITEN

Neubrandenburgs Fußgängerzone wird später fertig

Neubrandenburger wissen es: Wenn die Stadtverwaltung bauen lässt, dauert es auch gerne mal länger. Jetzt zu beobachten in der Treptower Straße.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Obwohl die Bauarbeiten in der Treptower Straße nicht zu übersehen sind, hält es einige Autofahrer nicht davon ab, verbotenerweise in die Fußgängerzone zu fahren.
Obwohl die Bauarbeiten in der Treptower Straße nicht zu übersehen sind, hält es einige Autofahrer nicht davon ab, verbotenerweise in die Fußgängerzone zu fahren. Tobias Holtz
Viele uneinsichtige Falschparker stehen täglich dicht hintereinandergereiht in der Fußgängerzone. Foto: Privat
Viele uneinsichtige Falschparker stehen täglich dicht hintereinandergereiht in der Fußgängerzone. Foto: Privat Tobias Holtz
Neubrandenburg.

Egal, an welchem Tag man an der Treptower Straße vorbeikommt – immer dasselbe Bild: Völlig unbeeindruckt von rot-weißen Absperrungen und buddelnden Baggern biegen im Minutentakt Autos von der Dümperstraße in die Fußgängerzone ein, deren Fahrer dann wenig später in aller Ruhe beim Shoppen in der Innenstadt anzutreffen sind.

Dabei weisen an der Einfahrt große Schilder nach wie vor darauf hin, dass der Abschnitt südlich des Marktplatz-Centers nur vom Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten befahren werden darf. „Das Geld für die Bauarbeiten hätte sich die Stadt sparen können. Dadurch wird das illegale Parken keineswegs verhindert“, schreibt Leserin Sabine Koch an den Nordkurier.

Immer noch nicht alle Bauutensilien eingetroffen

Dabei hatten sich die Stadtvertreter gemeinsam mit der Stadtverwaltung und Bauplanern doch mehr als zwei Jahre den Kopf zerbrochen. Etliche Möglichkeiten diskutiert und ebenso viele wieder verworfen. Bis dann im Mai endlich ein Ergebnis auf dem Tisch lag, dass das Dauerproblem mit den Parksündern zu lösen schien. Das Umgestaltungskonzept sieht vor, die Einfahrt zur Fußgängerzone mit Pollern auf eine Durchfahrtbreite von vier Metern zu verengen.

Zudem soll eine neue Pflasterung, die das Gehwegband der Dümperstraße fortsetzt, verdeutlichen, dass dieser Abschnitt nur den Fußgängern vorbehalten ist. Bereits Ende Juni sollten die notwendigen Baumaßnahmen durch die Neubrandenburger Straßen- und Tiefbau GmbH (NST) abgeschlossen sein. „Davon ist aber nicht viel zu sehen“, meint ein Rentnerehepaar, das am Mittwochnachmittag vollbepackt mit Einkaufstüten aus dem kürzlich eröffneten DM-Drogeriemarkt kommt. Auch von Bauarbeitern fehlte gestern in der Fußgängerzone jede Spur.

Stadt räumt ein: Es gibt Schwierigkeiten...

Wie Stadtsprecherin Anett Seidel bereits vor vier Wochen auf Nordkurier-Anfrage erklärte, habe es Schwierigkeiten bei der Materialbestellung gegeben. Es werde eben nicht nur in Neubrandenburg viel gebaut, hieß es. Zudem würde die hohe Nachfrage dazu führen, dass bei Ausschreibungen die Angebote weit über den zuvor veranschlagten Kosten lägen, was zu einem generellen Problem geworden sei. Den geplanten Umbau des östlichen Endes der Turmstraße hatte dieses Problem kürzlich ganz gestoppt. Jedoch gab sich die Stadt in Sachen Treptower Straße vor vier Wochen noch optimistisch und versicherte damals, den Zeitplan trotz Verzögerung einhalten zu können. Aber daraus wurde nichts. Denn zum jetzigen Zeitpunkt sind immer noch nicht alle Bauutensilien eingetroffen, heißt es auf erneute Nachfrage aus dem Rathaus.

Die unterirdischen Arbeiten, zu denen auch die Verlegung der Entwässerungsleitungen gehört, seien mittlerweile beendet. In den kommenden Tagen wolle man mit der neuen Pflasterung des Gehwegs beginnen, bevor in einer letzten Phase die Poller angebracht würden. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das Projekt voraussichtlich noch in diesem Monat abgeschlossen werden kann.

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