STADTVERTRETERSITZUNG

Neubrandenburger Rathausplatz wird umbenannt

Im Zuge der Feierlichkeiten zum 9. November soll der Platz vor dem Rathaus einen neuen Namen bekommen. An anderer Stelle war der Name durchgefallen.
dpa
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Der Platz vor dem Rathaus soll einen neuen Namen bekommen.
Der Platz vor dem Rathaus soll einen neuen Namen bekommen. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Die Stadt Neubrandenburg wird anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls in der DDR den Platz vor dem Rathaus neu benennen. Das haben die Stadtvertreter auf Antrag der CDU am Donnerstagabend beschlossen, wie eine Stadtsprecherin am Freitag erklärte. Das Gelände soll im Zuge der Feierlichkeiten zum 9. November in „Platz der friedlichen Revolution von 1989” benannt werden.

Ursprünglich sollte die Eisenbahnbrücke in der Demminer Straße in „Brücke der friedlichen Revolution von 1989“ umbenannt werden. Es hagelte Kritik, schließlich zog Oberbürgermeister Silvio Witt einen entsprechenden Antrag zurück. Nun wird der Name anderweitig wiederverwertet.

Das Rathaus war in den 1960er Jahren als Sitz des „Rates des Bezirkes” und der „Bezirksleitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)» errichtet worden. Neubrandenburg war damals eine von drei Bezirksstädten im Nordosten. Nach der Wende zog dort die Stadtverwaltung ein.

Im Zuge der Proteste gegen die DDR-Machthaber hatten auch in Neubrandenburg im Herbst 1989 Tausende Menschen demonstriert. Dabei stand auch die SED-Bezirksleitung im Fokus des Protestes, deren Gebäude im Volksmund auch „Kreml” hieß. Mit dem Beschluss folgt Neubrandenburg einem Aufruf der Schweriner Landesregierung, die mehrere dezentrale Gedenkorte an die friedliche Revolution vorgeschlagen hatte. In Neubrandenburg soll im Oktober zudem mit einer Themenwoche daran erinnert werden.

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Kommentare (9)

Was für ein Unsinn...aber in NB scheint ja die Namenvergebung umsich zu greifen.

Es werden sicher bei den alten Genossen ein paar Tränen fließen. Aber zu Glück ist es von dort nicht weit zu ihrem Karl Marx. Dort können sie dann gemeinsam der "Guten alten Zeit" nachtrauern.

Karl Marx hat mit der Entwicklung der DDR sehr wenig zu tun. Diese Pervers Auslegung kommt ehr von Lenin und Stalin. Und deren Geist hat die DDR bis zum Ende geprägt. Marx und Engels und ihr Werk das Kommunistische Manifest würde genauso missbraucht wie alle anderen.

Dörfer getrieben - ein pol. Missbrauch der damaligen Zeit, Situation und des Umbruchs - 30 verlorene Jahre - oder glaubt jemand an die Früchte der ;;aktiven Politik;; der beiden letzten Kanzler

Schade, dass man diesen Platz nicht in Kremlplatz oder Kreml umbenennt. Solch Name fördert Fragen, Interesse und Gedanken bei Gästen und kommenden Generationen. Stattdessen ein Wortungetüm „Platz der friedlichen Revolution von 1989” - keine Nachfragen, keine Gedanken, kein Interesse. Ich muss kein Hellseher sein, dass Rathausplatz im Volksmund bestehen bleibt. Orten einen Namen geben, weil wer weiter oben einen Aufruf startet - da sind wir mit "Kreml" und seiner Bedeutung bis 1989 weitaus näher dran und können solch Aufruf von der SPD-geführten Landesregierung richtig einordnen.

Ich bin für Johannes Chemnitzer Platz

Bitte der einzige dürfte die Blockflöte CDU sein die den 3.10 als Feiertag betrachtet. Und was soll der Schwachsinn mit der Umbenennung des Rathaus Platz. Welche Schwachkopf in Schwerin und Neubrandenburg ist denn darauf gekommen. Künstlich geschaffenen Orte werden nie an 89 erinnern. Mag auch daran liegen das der Norden wenig dazu beitragen hat. Der wahre Ort liegt in Leipzig Dresden und Berlin. Darum sollten sich unsere Volksvertreter im Land und den Kommunen um die wahren Probleme kümmern. Und nicht Blockflöten Fantasien hinterherlaufen.

Der wahre Feiertag ist der 9 November und den sollten wir feiern und auch Gedenken.

bitte verlangen wir wenn wir einen komiker an der spitze des dorfes haben da wird sich dann gern mal mit sehr unwichtigen dingen beschäftigt