POLIZEI

Kein Fremdverschulden bei Sturz von Neubrandenburger Bahnbrücke

Nach dem Sturz einer 15-Jährigen am Mittwochabend hatten Gerüchte über den Vorfall die Runde in der Stadt und im Internet gemacht. Die Polizei widersprach dem deutlich.
Eine 15-Jährige ist von Fußgängerbrücke zwischen Bahnhof und Vogelviertel in Neubrandenburg gestürzt.
Eine 15-Jährige ist von Fußgängerbrücke zwischen Bahnhof und Vogelviertel in Neubrandenburg gestürzt. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Bei dem Sturz eines 15-jährigen Mädchens am Mittwochabend von der Fußgängerbrücke zwischen Bahnhof und Vogelviertel in Neubrandenburg war kein Fremdverschulden im Spiel. Das versicherte die Polizei am Donnerstag auf Nachfrage. Es war der zweite Vorfall innerhalb weniger Tage an derselben Stelle. Das hatte Gerüchte geschürt, in beiden Fällen habe es sich um ein Verbrechen gehandelt. Die 15-Jährige war gestern mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden.

Schwerverletzt überlebt

Aus dem Neubrandenburger Rathaus hieß es, beim Bau der Fußgängerbrücke am Bahnhof seien sämtliche Vorschriften zur Sicherheit eingehalten worden. Das Bauwerk werde halbjährlich überprüft. Das Klinikum in der Kreisstadt verweigerte aus Gründen das Datenschutzes und der Wahrung der Persönlichkeitsrechte Auskunft über den Gesundheitszustand des jungen Mannes, der am Montag von der Brücke stürzte. Wie der Nordkurier aber aus Kreisen der Rettungssanitäter erfuhr, sei der junge Mann seinen schweren Verletzungen nicht erlegen.

Warum wir über diesen Fall berichten

Der Nordkurier berichtet im Einklang mit dem Pressekodex normalerweise nicht oder nur sehr knapp über Selbsttötungen oder -versuche, zumal erwiesen ist, dass derartige Berichterstattung auch das Risiko von Nachahmer-Effekten birgt. In begründeten Einzelfällen weichen wir von dieser Richtlinie ab - im konkreten Fall, weil der Vorfall von vielen Menschen beobachtet wurde, es der zweite Vorfall binnen kurzer Zeit an derselben Stelle war und weil sich dazu besorgniserregende Gerüchte ausbreiteten, die nach Aussagen der Behörden falsch sind.

Falls Ihre eigenen Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Es gibt zahlreiche, auch anonyme Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Der Anruf ist kostenlos und taucht nicht in der Telefonrechnung auf.

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