EINE STADT IN BEWEGUNG

Kampfkunst schützt vor Alterswehwechen

Das Takeda-Kampfsportzentrum wird sich am Sonnabend  beim Sportfest „Seenplatte bewegt sich“ auf dem Boulevard vorstellen. Da wollen die Karateka beweisen, dass auch Ältere durchaus bei dieser Kampfsportkunst richtig sind.
Jörg Abel und  Edgar Juranek (rechts) sind geübte Karate-Kämpfer.
Jörg Abel und  Edgar Juranek (rechts) sind geübte Karate-Kämpfer. Bärbel Gudat
Jörg Abel und  Edgar Juranek (rechts) sind geübte Karate-Kämpfer. Foto: Bärbel Gudat
Jörg Abel und  Edgar Juranek (rechts) sind geübte Karate-Kämpfer. Foto: Bärbel Gudat
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Neubrandenburg.

Wem fällt bei Karate nicht gleich der Kämpfer ein, der mit der Handkante einen Stapel Ziegel oder Holz zerschlägt? In Filmen werden aktionsreiche Kämpfe  mit Schlägen, Fußtritten oder Blocktechniken gezeigt. „Das  hat wenig mit unserem Sport zu tun“ , sagt Jörg Abel. Er trainiert im Takeda-Kampfsportzentrum  am Augustabad. Bei Film  und Fernsehen sei alles tausendmal geübt und effektvoll inszeniert.  Um ein richtig guter Karateka zu werden, braucht es zuallererst mal Geduld.

Nach und nach wird im Training  körperliche Kondition, Beweglichkeit und Schnelligkeit verbessert.  „Man fängt ganz langsam mit Grundtechniken wie einer rechts-links Koordination an.“ Der Neubrandenburger Feuerwehrmann erinnert sich an seine Anfänge vor zehn Jahren. Freunde hatten ihm den Tipp gegeben, mal zum Probetraining zu gehen.  „Ich sah damals nur ein paar Leute in weiß und alles wirkte sehr schwierig“, sagt der heute 51-Jährige. Er ist geblieben und immer besser geworden. Gerade hat er seine Prüfung  für den ersten Meistergrad absolviert.

Karate mehr ist als sich wehren

Der Bargensdorfer Edgar Juranek war mit ihm in Berlin. Der 55-Jährige arbeitet als Kfz-Mechaniker und auch er darf den Schwarzen Gürtel als Zeichen für den ersten Meistergrad tragen. „Mich haben vor zehn Jahren Bekannte mitgenommen“, berichtet Edgar Juranek.  Dann kannst du dich wehren, habe er damals gedacht. Heute weiß er, dass Karate mehr ist als sich wehren.  Die Kampfkunst hält ihn fit für den Alltag  und schützt vor Alterswehwehchen.  „Früher hatte ich regelmäßig Rückenschmerzen, das ist vorbei.“

Bei der „Meisterprüfung“  bewerteten die  Prüfungskommission  die Ausführungen der Techniken, die Haltung, aber ebenso den gezeigten Kampfgeist, die Konzentration und den Willen. Die einzelnen Technikfolgen, die zu zeigen waren, wurden erst kurz vor der Prüfung vorgegeben.

Den beiden „Oldies“ werden die Schwarzgurte in einer ganz speziellen Zeremonie im Takeda-Kampfsportzentrum überreicht. Der Verein ist unheimlich stolz, dass sie es mit über 50 geschafft haben. Karate ist ein Sport für jedes Alter. Da sind sich alle bei Takeda einig.

"Bei uns trainieren  Menschen jeden Alters zusammen"

„Dass man nicht mehr wie ein 15-Jähriger  umher springt, das verlangt keiner“, sagt Trainer und Vorsitzender des Vereins, Marco Hillmann. „Man darf aber vor dem Alter nicht zurückschrecken und sich gehen lassen.“ Gerade  Rücken- und Gelenkschmerzen seien zu einer Volkskrankheit geworden und hauptsächlich nur, weil sich viele einfach kaum noch bewegen. „Bei uns trainieren  Menschen jeden Alters zusammen.“ Man soll sich einfach trauen, mal zu einem Probetraining zu kommen. Wer  den Sport erleben möchte, der sollte am Sonnabend in der Innenstadt bei Takeda während des Sportfestes „Seenplatte bewegt sich“ vorbei schauen.  Die Kampfsportler werden dort ihren Sport vorstellen und  Interessierte können auch einiges ausprobieren.

 

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