MUSIKSCHULE ALTENTREPTOW

Instrumentenspiel und Gesang werden teurer

Seit Februar 2015 hatte die Musikschule Altentreptow/Demmin keine Gebühren erhöht. Jetzt beschloss der Musikschulverein während seiner Mitgliederversammlung einen Anstieg. Wie stark steigen die Gebühren?
Christina Weinreich Christina Weinreich
Wer das Spiel auf einem Instrument erlernen will, dem bietet die Musikschule ein breites Angebot. Das wird nun noch mit dem Saxofon erweitert. Schüler und Lehrer der Schule bestritten im vergangenen Jahr 43 Veranstaltungen.
Wer das Spiel auf einem Instrument erlernen will, dem bietet die Musikschule ein breites Angebot. Das wird nun noch mit dem Saxofon erweitert. Schüler und Lehrer der Schule bestritten im vergangenen Jahr 43 Veranstaltungen.
Gerd Rohde
Gerd Rohde weinreich
Altentreptow.

Seit 1. Februar 2015 galten an der Musikschule Altentreptow/Demmin unveränderte Gebührensätze. Seit vier Jahren erhebt die Einrichtung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den gleichen Satz im Quartal. Jetzt schlug der Leiter der Schule, Gerd Rohde, den Mitgliedern des Musikschulvereins eine Erhöhung vor. Er selbst nutzte das Wort „Anpassung“, da die aus seiner Sicht sehr moderat ausfallen würde. Das empfanden auch die Mitglieder so und stimmten dem Anstieg einhellig zu.

Die neuen Gebührensätze werden allerdings erst ab 1. Februar nächsten Jahres wirksam. Die höchste Steigerung bei Kindern liegt bei 4,80 Euro pro Quartal, bei den Erwachsenen beträgt sie 6,60 Euro.

Mussten Eltern für Kinder, die ein Instrument erlernen oder sich im Gesang ausbilden lassen, bislang für einen 45-minütigen Unterricht im Quartal 133,20 Euro zahlen, werden es im kommenden Jahr 138 sein. Für 22 Minuten sind es jetzt 102 Euro, ab nächstem Jahr beträgt die Gebühr 105 Euro. Auch alle anderen Musikschulen im Landkreis würden die Gebühren anziehen, sagte Rohde. Während die Musikschule in Malchin in etwa die gleichen Gebührensätze erhebt, fallen sie in den anderen etwas höher aus.

Ein neues Fach ist im Angebot

Bei der Festsetzung der Gebühr, so Musikschulvereinsvorsitzender Günter Behnke, spiele auch die Ausstattung der Schulen eine Rolle. „Die ist sehr unterschiedlich. Altentreptow ist nicht so gut dran wie jene in Waren und Neubrandenburg. Deren Ausstattung ist professionell.“ Altentreptow/Demmin gehöre zu den wenigen Musikschulen, die noch im ländlichen Bereich tätig seien.

340 Mädchen und Jungen sowie Erwachsene erlernen in der Musikschule ein Instrument oder den Gesang. Begleitet werden sie dabei von fünf hauptamtlichen Lehrern und drei Honorarkräften. Die Zahl derer, die am Tanzunterricht teilnehmen, steigt langsam. Ebenso registriere er auch ein steigendes Interesse von Erwachsenen, sich in diesem oder jenem Fach ausbilden zu lassen.

Zwar überweist der Kreis jährlich rund 98 000 Euro an die Schule, unterstützen auch das Land (52 500 Euro) und die Städte Altentreptow und Demmin die Einrichtung, doch ist der Haushalt der Schule immer sehr eng gestaltet. Es ist aber gelungen, dem Kreis von 2019 bis 2012 eine Sonderfinanzierung von alljährlich 8000 Euro abzuringen, die der Schule vertraglich zugesichert sind. „Wir können jetzt drei Jahre mit dem Gedanken im Hinterkopf arbeiten, dass es reicht“, freute sich Behnke.

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