GESPERRTER RADWEG

▶ Gefahr für Radfahrer an Neubrandenburger Hochstraße bald vorbei

Ein kurzer Streckenabschnitt an der Woldegker Straße sorgte für erboste Radfahrer. Die mussten auf die gefährliche Straße ausweichen. Schon zum Wochenende könnte sich das ändern.
Weit vor diesem Streifen für Radfahrer steht bereits das Fahrrad-Verbotsschild.
Weit vor diesem Streifen für Radfahrer steht bereits das Fahrrad-Verbotsschild. Tim Prahle
Neubrandenburg.

Der wegen Bauarbeiten gesperrte Fahrradweg an der Woldegker Straße hinter der Hochstraße in Neubrandenburg soll bereits zum Wochenende wieder befahrbar sein. Das kündigte die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) in einer Antwort an den Nordkurier an. Die dortige Streckenführung hatte bei Fahrradfahrern für Kritik gesorgt. Diese waren entweder gezwungen, einige Meter auf der Straße neben dem gefährlichen Pkw-Verkehr zu fahren oder abzusteigen und den Gehweg zu benutzen.

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Behörden schieben Verantwortung von sich

Die Radfahrer sahen sich bei der Planung der Baumaßnahmen übergangen. Das Straßenbauamt Neustrelitz und die Stadt Neubrandenburg verwiesen bei der Zuständigkeit jeweils an die andere Behörde. Auch von der Deges wollte der Nordkurier wissen, wie die Belange der Radfahrer in die Planung eingearbeitet wurden. „Grundsätzlich wurden bei der Planung der Verkehrsanlage im innerstädtischen Bereich alle vorhandenen Radwegverbindungen geprüft und im Zuge der Baumaßnahme neu gebaut“, teilt das Unternehmen mit.

An der Bundesstraße 104 und auch am sogenannten Schniepel entstehen neue, breite Radwege. Die provisorischen Routen seien zudem verkehrsrechtlich abgestimmt. Laut Deges würden die Schilder in dem Bereich Radfahrer darauf hinweisen abzusteigen und das Rad zu schieben. Tatsächlich zeigen die Schilder jedoch nur einen Fußgängerweg an. Doch diese Debatte dürfte sich nach Freitag erübrigt haben. Voraussichtlich ab Sonnabend werde die Regelung aufgehoben und der normale Fahrradweg den Radlern wieder zur Verfügung stehen, so die Deges.

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Kommentare (7)

vielleicht steigen einfach auch alle Autofahrer aus und schieben ihr Auto. Soweit sich der Vorschlag wie immer beim Straßenbauamt Neustrelitz oder der DEGES nur auf die Radfahrer bezieht, zeigt sich nur, dass die Herrschaften noch nichts vom innerörtlichen Verkehr der Zukunft verstanden haben. Das die DEGES die im Rahmen der außerirdischen Ortsumgehung vernichteten Radwege wieder hergestellt hat, ist einfach gelogen. Das kann leicht auf dem Weg zwischen Altenheim und Mühlenholz festgestellt werden. Der Weg ist genauso gefährlich wie die aktuelle Verkehrsführung auf der Hochstraße.

Vor dem Bau der Umgehungsstraße gab es keine Radwege zwischen Mühlenholz und Südstadt. Es waren lediglich Schleichwege zu Fuß oder mit Rad durch die paar Gärten hinter der Caritas. Nach dem Bau der Umgehungsstraße sind es weitestgehend enge Schleichwege bzw. Trampelpfade (parallel zur Umgehungsstraße) geblieben und die Kurve am ehemaligen Bahndamm eine Gefahr für alle Beteiligten.

Wenn keine Straße vorhanden ist fahre ich nicht mit dem Auto auf dem Fußweg. Die Radfahrer müssen endlich auch mal lernen sich an diese regel zu halten. Das kann doch nicht so schwer sein. Fußweg ist für Fußgänger! Nicht für Fahrzeuge, welcher Art auch immer! Radfahrer auf die Straße wenn kein Radweg vorhanden ist.

Auf Geh- und Radwegen als Fahrräder auf Fußwegen, daher viele Grüße ins Glashaus, das kann doch nicht so schwer sein.
Im Übrigen haben die Genies vom SBA und von der DEGES leider das Absenken oder Anrampen des Hochbords vergessen, wenn die Radfahrer wieder von der Straße auf den Radweg sollen.

Der Satz ergibt keinen Sinn. Bitte nochmal versuchen. Danke

"Es gibt deutlich mehr Autos auf Geh- und Radwegen als Fahrräder auf Fußwegen, ..."

Die Wiederholung des Betreffs im Kommentar ist eigentlich nicht notwendig, da die meisten Menschen ohne Schwierigkeiten in der Lage sind, auch einen Wechsel des Schriftschnittes zu überlesen.

Der Radweg zwischen Altenheim und Mühlenholz war Teil des internationalen Radwanderweges. Jetzt ist er ein Abenteuerpfad mit Wasserhindernis und Schanze. Danke SBA Neustrelitz, danke DEGES.