ERINNERUNG AN POGROMNACHT

▶ Gedenken in Neubrandenburg mit Mahnung gegen Hass

Der Erinnerung an die Pogromnacht war in Neubrandenburg eine eindrucksvolle Aufführung gewidmet – gefolgt von mahnenden Worten an heutige Generationen.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Theater-Akteure von der Jugendkunstschule hatten den Besuchern der Gedenkveranstaltung ein eindringliches Erlebnis bereitet.
Theater-Akteure von der Jugendkunstschule hatten den Besuchern der Gedenkveranstaltung ein eindringliches Erlebnis bereitet. Susanne Schulz
Neubrandenburg.

Mit gelben Sternen gezeichnete Menschen versuchen sich in der Menge zu verbergen, doch gnadenlose Häscher spüren sie auf und stoßen sie in ein grausames Schicksal – mit solch eindringlicher Aufführung haben junge Akteure der Jugendkunstschule am Sonnabend in Neubrandenburg die Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938 eröffnet. Ihre Reminiszenz an das jüdische Mädchen Anne Frank, dessen berühmtes Tagebuch symbolhaft für die fanatische Judenverfolgung im Nationalsozialismus steht, verfehlte ihre Wirkung nicht.

 

Eigene Verantwortung erkennen

Mahnende Worte für heutige Generationen fand Oberbürgermeister Silvio Witt, der an Anschläge wie erst vor einem Monat in Halle erinnerte und die Zuhörer aufrief „zu hinterfragen, welche Verantwortung jeder von uns an einer solchen Entwicklung hat”. Beschimpfungen und Beleidigungen, wie sie im Internet an der Tagesordnung sind, erzeugten „ein gesellschaftliches Klima, in dem Hass auf Menschen Nahrung findet”.

Die Gedenkveranstaltung fand am Neuen Tor statt – nahe dem einstigen Wohnhaus der jüdischen Neubrandenburgerin Else Kallmann. An ihre Ermordung erinnert einer von fünf in Neubrandenburg verlegten Stolpersteinen.

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